Gerhard Richter
Tiger
1965

Öl auf Leinwand
140 x 150 cm 

Inv.-Nr. 3023

Museum Morsbroich, Leverkusen
Erworben 1968

Gerhard Richter

1932, Dresden (DE) / lebt in Köln (DE)

Gerhard Richters großformatiges Werk Tiger (1965) darf als signifikantes Beispiel für jene Schaffensphase des Künstlers gelten, in der er die Möglichkeiten der Malerei und Fotografie in Bezug auf ein angemessenes Abbild der zeitgenössischen Wirklichkeit analysiert. Hierbei bedenkt er die Fragwürdigkeit traditioneller Malerei ebenso wie die geringen subjektiven Betrachtungsspielräume im Rahmen einer protokollarisch minuziösen Fotografie.

In Konkret dienen ihm nüchterne, häufig banale Schwarz-Weiß-Schnappschüsse oder Abbildungen aus Zeitschriften als Ausgangspunkt. Was diese an dokumentiertem Inhalt und Detailfülle vorgeben, wird von der malerischen Komponente der Bilder durchkreuzt. Mittels malerischer Verwischungen, verschwommener Konturen, einer dadurch fast vibrierenden Ungewissheit der Gesamterscheinung, sprich der Betonung einer systematischen Unschärfe, relativiert Richter das Darstellungsgewicht des Bildes und erhöht proportional die Rolle des Betrachters.

In Auch bei Richters Tiger, der nur wenige Jahre nach seiner Entstehung vom Museum Morsbroich erworben wurde und zu den ersten musealen Ankäufen des Künstlers gehört, jongliert das Kunstwerk mit den Schwachstellen unserer Wahrnehmungsfähigkeit. ‚Nur‘ unscharf sehen wir das Tier, und doch übt es eine unheimliche Faszination auf uns aus und berührt uns in seiner kreatürlichen Schönheit. 

Gerhard Richter
Tiger
1965

Öl auf Leinwand
140 x 150 cm 

Inv.-Nr. 3023

Museum Morsbroich, Leverkusen
Erworben 1968

Gerhard Richter

1932, Dresden (DE) / lebt in Köln (DE)

Gerhard Richters großformatiges Werk Tiger (1965) darf als signifikantes Beispiel für jene Schaffensphase des Künstlers gelten, in der er die Möglichkeiten der Malerei und Fotografie in Bezug auf ein angemessenes Abbild der zeitgenössischen Wirklichkeit analysiert. Hierbei bedenkt er die Fragwürdigkeit traditioneller Malerei ebenso wie die geringen subjektiven Betrachtungsspielräume im Rahmen einer protokollarisch minuziösen Fotografie.

In Konkret dienen ihm nüchterne, häufig banale Schwarz-Weiß-Schnappschüsse oder Abbildungen aus Zeitschriften als Ausgangspunkt. Was diese an dokumentiertem Inhalt und Detailfülle vorgeben, wird von der malerischen Komponente der Bilder durchkreuzt. Mittels malerischer Verwischungen, verschwommener Konturen, einer dadurch fast vibrierenden Ungewissheit der Gesamterscheinung, sprich der Betonung einer systematischen Unschärfe, relativiert Richter das Darstellungsgewicht des Bildes und erhöht proportional die Rolle des Betrachters.

In Auch bei Richters Tiger, der nur wenige Jahre nach seiner Entstehung vom Museum Morsbroich erworben wurde und zu den ersten musealen Ankäufen des Künstlers gehört, jongliert das Kunstwerk mit den Schwachstellen unserer Wahrnehmungsfähigkeit. ‚Nur‘ unscharf sehen wir das Tier, und doch übt es eine unheimliche Faszination auf uns aus und berührt uns in seiner kreatürlichen Schönheit. 

Veranstaltungen

Historische Führung
11. Januar

Leider muss die historische Führung am Sonntag den 11.01 entfallen. Wir bitten um Ihr Verständnis. 

Mein theurer Fritz
25. Januar

Eine historische Führung mit Aperitif im Schloss Morsbroich

Sonntag, 25. Januar
15 bis 17 Uhr

1857 erwarb Samtfabrikant Friedrich Wilhelm von Diergardt das Schloss Morsbroich. Sein Sohn Friedrich Heinrich von Diergardt bereiste wie sein Vater die Welt. Während er unterwegs von seinen Reisen berichtete, schrieb seine Gattin Bertha von Diergardt ihrem „theuren Fritz“, was in der Zwischenzeit im Schlossalltag passiert ist. Diese Briefe werden heute im Stadtarchiv Leverkusen verwahrt.

Die Führung durch das Gebäude und den zugehörigen Park taucht in das Leben im Schloss vor 150 Jahren ein. Im Anschluss bietet sich bei einem Glas Wein und Knabbereien die Möglichkeit, sich Kopien von Original-Briefen der Familie von Diergardt genauer anzuschauen und so einen Einblick in den Alltag der Familie zu erhalten.

Die Reise durch die Geschichte des Schlosses ist eine Kooperation zwischen dem Museum Morsbroich, dem Stadtarchiv Leverkusen und den Leverkusener Gästeführer:innen.


Teilnahmegebühr 12,50€  inkl. Führung, Wein und kleinem Snack (alternativ: alkoholfreies Getränk)
Die Plätze für dieser Veranstaltung sind begrenzt, Wir bitten daher um Anmeldung unter info@morsbroich.de

Historische Führung. Schloss Morsbroich.
8. Februar

Die historische Führung vermittelt einen Überblick über die Geschichte von „Historische Führung. Schloss Morsbroich.“ und führt anschließend durch ausgewählte Räumlichkeiten. Dabei wird das frühere Leben im Schloss anschaulich erläutert. Die Teilnahme umfasst sowohl den Eintritt in die aktuelle Ausstellung als auch die Führung selbst. Eine vorherige Anmeldung wird empfohlen, um die Gruppengröße planen zu können.


Eintritt: 12 Euro pro Person, ermäßigt 8 Euro.
Beginn: 15:00 Uhr.
Ende: 16:00 Uhr.
Anmeldung erforderlich

0214 406-4510
info@morsbroich.de
www.museum-morsbroich.de
 

Schloss Morsbroich
Gustav-Heinemann-Straße 80
51377 Leverkusen

 

Slow Art
22. Februar

Wir lassen uns Zeit. Werkbetrachtung im Sitzen.

Die Führung kostet 12 € pro Person, ermäßigt 8 €,
und beinhaltet sowohl den Eintritt in die Ausstellung wie die Führung.

Eine Anmeldung wird empfohlen, damit die Gruppenstärke besser abgeschätzt werden kann.
info@morsbroich.de