Georg Baselitz
LR
1966

 

 

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Georg Baselitz
LR
1966

Holzschnitt mit Ton- und Farbstock auf Lithopapier
47,5 x 38,5 cm

Inv.-Nr. 829
Museum Morsbroich, Leverkusen
Erworben 1973

 

Georg Baselitz
1938, Deutschbaselitz (DE) / lebt am Ammersee, in Basel, Salzburg und Imperia 

 

Georg Baselitz ist einer der bedeutendsten Erneuerer des Holzschnitts. In der alten Technik des Helldunkelschnitts bedruckt er ein Blatt mit zwei Druckstöcken in mehreren Schritten. Verschiedene Probedrucke ermöglichen es ihm, das Verhältnis von Positiv und Negativ sowie die Wechselwirkungen der Farben auszuloten. Herausragende Baselitz-Bestände und insbesondere diese seltenen Probedrucke bilden einen der größten Schätze der Grafischen Sammlung von Museum Morsbroich. 

1965/66 schuf Baselitz seine später so genannten „Heldenbilder“. Sie zeigen kräftige, aber versehrte Männer, melancholische Überlebende in einer durch den Krieg zerstörten Welt. Es sind Partisanen, Hirten oder Rebellen, allesamt Außenseiter: Alter Egos des Künstlers, der 1958 von der Ostberliner Akademie flog, in den Westen emigrierte und auch dort unangepasst blieb. „Inmitten einer kulturellen Trümmerzeit“ (Richard Shiff) suchte er seinen eigenen Weg, jenseits der Kategorien von (östlichem) Realismus und (westlicher) Abstraktion. 

„LR“ verweist auf den romantischen Maler Ludwig Richter, dessen einst populäre Idyllen nun aber weit entfernt sind. Er erscheint als einsamer Wanderer, als einer von Baselitz‘ ambivalenten „Helden“.

Georg Baselitz
LR
1966

 

 

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Georg Baselitz
LR
1966

Holzschnitt mit Ton- und Farbstock auf Lithopapier
47,5 x 38,5 cm

Inv.-Nr. 829
Museum Morsbroich, Leverkusen
Erworben 1973

 

Georg Baselitz
1938, Deutschbaselitz (DE) / lebt am Ammersee, in Basel, Salzburg und Imperia 

 

Georg Baselitz ist einer der bedeutendsten Erneuerer des Holzschnitts. In der alten Technik des Helldunkelschnitts bedruckt er ein Blatt mit zwei Druckstöcken in mehreren Schritten. Verschiedene Probedrucke ermöglichen es ihm, das Verhältnis von Positiv und Negativ sowie die Wechselwirkungen der Farben auszuloten. Herausragende Baselitz-Bestände und insbesondere diese seltenen Probedrucke bilden einen der größten Schätze der Grafischen Sammlung von Museum Morsbroich. 

1965/66 schuf Baselitz seine später so genannten „Heldenbilder“. Sie zeigen kräftige, aber versehrte Männer, melancholische Überlebende in einer durch den Krieg zerstörten Welt. Es sind Partisanen, Hirten oder Rebellen, allesamt Außenseiter: Alter Egos des Künstlers, der 1958 von der Ostberliner Akademie flog, in den Westen emigrierte und auch dort unangepasst blieb. „Inmitten einer kulturellen Trümmerzeit“ (Richard Shiff) suchte er seinen eigenen Weg, jenseits der Kategorien von (östlichem) Realismus und (westlicher) Abstraktion. 

„LR“ verweist auf den romantischen Maler Ludwig Richter, dessen einst populäre Idyllen nun aber weit entfernt sind. Er erscheint als einsamer Wanderer, als einer von Baselitz‘ ambivalenten „Helden“.

Veranstaltungen

Slow Art

Wir lassen uns Zeit. Werkbetrachtung im Sitzen.

Die Führung kostet 12 € pro Person, ermäßigt 8 €,
und beinhaltet sowohl den Eintritt in die Ausstellung wie die Führung.

Eine Anmeldung wird empfohlen, damit die Gruppenstärke besser abgeschätzt werden kann.
info@morsbroich.de

Artist Talk mit Sebastian Gräfe und Fritz Emslander (Kurator)
19. April

Sonntag, 19. April, 12 Uhr

In der aktuellen Ausstellung Chained to the Rhythm. Von Mensch und Natur verwandelt Sebastian Gräfe (*1976, lebt und arbeitet in Berlin und Reitwein/Oder) Morsbroich in eine Wetterstation. In seiner ortspezifischen Installation Die weiteren Aussichten (2011 /2026) ändern einige Teile des Museumsinventars dafür ihre Funktion: Fenster werden geöffnet, an einem Garderobenständer lassen sich Regenwahrscheinlichkeit und Außentemperatur ablesen, über die Haussprechanlage werden plötzlich Wetterdurchsagen gemacht.

Werden hier die Museumsaufsichten vorübergehend zu künstlerischen Assistentinnen, so sind es im Falle seines Schwalbennests die Tiere, die Gräfe als Wetterboten einsetzt. Unscheinbar aber sehr überzeugend hat der Künstler das Nest in der oberen Raumecke platziert, und es sieht nach einem perfekten Nistplatz aus. Wir wissen, dass die Schwalben als Kulturfolger die Nähe der Menschen suchen. Aber wie haben sie ihren Weg ins Museum gefunden?


In seinem Gespräch mit Fritz Emslander erläutert Sebastian Gräfe seinen künstlerischen Ansatz und stellt einige exemplarische Arbeiten vor.

 

Abb: Sebastian Gräfe, Die weiteren Aussichten, 2011 / 2026,
Mixed Media; Installationsansicht Museum Morsbroich

Schreibworkshop mit Samuel Kramer
25. April

Samstag, 25. April 2026, 12 bis 16 Uhr

Samuel Kramer ist Autor:in und Philosoph:in. 2012 trat Samuel das erste Mal bei einem Poetry Slam auf und hat seitdem auch ein paar Meisterschaften gewonnen. Für die poetisch-partizipative Arbeit für ein zartes daheim von Anja Utler im Museum Morsbroich hat Samuel einen Vers gespendet. Im Workshop werden grundlegende Schreibtechniken geübt und das Museum als Kreativraum genutzt. Wie entsteht ein guter Text, und wie wird er immer besser? Ein besonderer Fokus liegt dabei auch auf Möglichkeiten des Vortrags – wie schreibt man Text für die Bühne, wie präsentiert man sie mit maximaler Wirkung? Es besteht die Möglichkeit, an mitgebrachten Ideen und Texten zu arbeiten. Vorerfahrung wird nicht vorausgesetzt.

Poetry Slam zu den Morsbroicher Kunsttagen
Freitag, 8. Mai 2026, 20 Uhr

Für Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren

Moderation: Lukas Raschke, Musiker & Poetry Slammer

Beide Veranstaltungen sind kostenfrei. Die Teilnahme am Workshop verpflichtet nicht zur Teilnahme am Poetry Slam, kann aber zur Vorbereitung genutzt werden. 

Informationen und Anmeldung unter Info@morsbroich.de

Öffentliche Führung: HIGHLIGHTS DER SAMMLUNG

Sonntags 15 Uhr

1.03., 29.03., 26.04., 24.05, 21.06.12€ pro Person

 

Sie sind herzlich zu unseren Führungen zu den Highlights der Sammlung des Museum Morsbroich eingeladen.

Die Führung kostet € 12 pro Person, ermäßigt € 8, und beinhaltet sowohl den Eintritt in die Ausstellung wie die Führung.

 

Wir empfehlen Ihnen eine Anmeldung bei unserem Besucherservice, um die Gruppenstärke besser abschätzen zu können:

  • Telefon: +49 21 44 06 45 00
  • E-Mail: info@morsbroich.de