Thomas & Renee Rapedius. Oder
wie der Dinge Erscheinung sich formt

1. Juli – 6. Januar 2013

Thomas & Renée Rapedius spüren in ihren ebenso suggestiven wie präzisen zeichnerischen Installationen Korrespondenzen von Formen in Natur und Kultur auf. Getünchtes Metallgestänge zeichnet filigrane Linien und fügt sich im Raum zur abstrahierten Form eines Vulkans oder einer Spinne, aufgefächerte und beschnittene Skizzenblöcke erinnern an Kakteen oder Anemonen, gefiederte Staubwedel an Palmen. Es sind Objekte, die in ihrer Materialität künstlich sind und dennoch natürliche Phänomene assoziieren lassen.

Während ausgedehnter Reisen entdecken Thomas & Renée Rapedius ähnliche Formen an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Kontexten. Diese Eindrücke halten sie fotografisch und zeichnerisch fest und stellen sie in Bezug zu ihren Objekten. Behutsam eignen sie sich Motive in einem subtilen, medienübergreifenden Spiel mit Formanalogien an. In formalen und inhaltlichen Gegenüberstellungen ergeben sich neue Bedeutungsaspekte. Die Künstler decken überraschende Verwandtschaften auf und arrangieren ihre Arbeiten in wechselnden Kontexten.

Für die Präsentation im Museum Morsbroich wurden bestehende und neu konzipierte Arbeiten kombiniert. Objekte, Zeichnungen und Fotografien verdichten sich zu assoziativen Systemen, die Zusammenhänge zwischen den Werken erkennen und herstellen lassen. Ähnlich wie der Katalog zur Ausstellung, der Werke der letzten Jahre zusammenbringt, machten Positionierung und Auswahl in den Räumen der Grafiketage einen fortwährenden Prozess der Wandlung, des Weiterspinnens von einer Form zur nächsten sichtbar.

Wie Thomas & Renée Rapedius in ihrer Arbeit die allmähliche Entwicklung von der Ideen- und Formensuche über die Materialforschung und Transformation bis zur Installation betonen, so wurden auch die Besucher in einen Prozess des vergleichenden Sehens eingebunden. „Wir entwerfen“, so die Künstler, „eine Dramaturgie, eine Choreografie für die Bewegung und die Blicke der Betrachter, für ihre Reise durch die Ausstellung“. Es ist eine Forschungsreise auf der Suche nach einem Zusammenhang der sichtbaren Formen, nach deren Genese in der äußeren Natur wie in der inneren unserer Wahrnehmung: „wie der Dinge Erscheinung sich formt“.

Kurator der Ausstellung war Fritz Emslander, Leiter der Grafischen Sammlung.

Der Katalog mit einleitenden Essays und zahlreichen Abbildungen auf 144 Seiten erschien im Textem-Verlag (€ 18,-).

Thomas & Renee Rapedius. Oder
wie der Dinge Erscheinung sich formt

1. Juli – 6. Januar 2013

Thomas & Renée Rapedius spüren in ihren ebenso suggestiven wie präzisen zeichnerischen Installationen Korrespondenzen von Formen in Natur und Kultur auf. Getünchtes Metallgestänge zeichnet filigrane Linien und fügt sich im Raum zur abstrahierten Form eines Vulkans oder einer Spinne, aufgefächerte und beschnittene Skizzenblöcke erinnern an Kakteen oder Anemonen, gefiederte Staubwedel an Palmen. Es sind Objekte, die in ihrer Materialität künstlich sind und dennoch natürliche Phänomene assoziieren lassen.

Während ausgedehnter Reisen entdecken Thomas & Renée Rapedius ähnliche Formen an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Kontexten. Diese Eindrücke halten sie fotografisch und zeichnerisch fest und stellen sie in Bezug zu ihren Objekten. Behutsam eignen sie sich Motive in einem subtilen, medienübergreifenden Spiel mit Formanalogien an. In formalen und inhaltlichen Gegenüberstellungen ergeben sich neue Bedeutungsaspekte. Die Künstler decken überraschende Verwandtschaften auf und arrangieren ihre Arbeiten in wechselnden Kontexten.

Für die Präsentation im Museum Morsbroich wurden bestehende und neu konzipierte Arbeiten kombiniert. Objekte, Zeichnungen und Fotografien verdichten sich zu assoziativen Systemen, die Zusammenhänge zwischen den Werken erkennen und herstellen lassen. Ähnlich wie der Katalog zur Ausstellung, der Werke der letzten Jahre zusammenbringt, machten Positionierung und Auswahl in den Räumen der Grafiketage einen fortwährenden Prozess der Wandlung, des Weiterspinnens von einer Form zur nächsten sichtbar.

Wie Thomas & Renée Rapedius in ihrer Arbeit die allmähliche Entwicklung von der Ideen- und Formensuche über die Materialforschung und Transformation bis zur Installation betonen, so wurden auch die Besucher in einen Prozess des vergleichenden Sehens eingebunden. „Wir entwerfen“, so die Künstler, „eine Dramaturgie, eine Choreografie für die Bewegung und die Blicke der Betrachter, für ihre Reise durch die Ausstellung“. Es ist eine Forschungsreise auf der Suche nach einem Zusammenhang der sichtbaren Formen, nach deren Genese in der äußeren Natur wie in der inneren unserer Wahrnehmung: „wie der Dinge Erscheinung sich formt“.

Kurator der Ausstellung war Fritz Emslander, Leiter der Grafischen Sammlung.

Der Katalog mit einleitenden Essays und zahlreichen Abbildungen auf 144 Seiten erschien im Textem-Verlag (€ 18,-).

Veranstaltungen

Meet-up mit der Künstlerin - Finissage Helen Brecht. Liegenschaften: 05.09.26 - 14:00
5. September

Zum Abschluss der Ausstellung Helen Brecht. Liegenschaften lädt das Museum Morsbroich zum Meet-up mit der Künstlerin ein. Die Ausstellung präsentiert Helen Brecht, Preisträgerin des KHM-Förderpreises für FLINTA* 2026 im Bereich Kunst. Im Zentrum ihrer textbasierten Arbeiten stehen queer-feministische Fragestellungen sowie die Untersuchung von Verletzlichkeit als gesellschaftliche und individuelle Kategorie.

Termin: 5. September, 14 Uhr
Teilnahme: kostenlos; es gilt der reguläre Museumseintritt
Anmeldung: nicht erforderlich

Cihan Çakmak. like a warrior: Familienführung und offene Kunstwerkstatt. Für Eltern, Freunde & Kinder: 06.09.26 - 14:00
6. September

Gemeinsam die Ausstellung Cihan Çakmak. like a warrior entdecken: Die Familienführung und offene Kunstwerkstatt richtet sich an Eltern, Freund*innen und Kinder.

Anmeldung: nicht erforderlich
Information: Besucherservice, Tel. +49 214 406-4500, E-Mail: info@morsbroich.de

Cihan Çakmak. like a warrior: Artist Walk & Talk: 06.09.26 - 15:00
6. September

Ausstellungsrundgang mit Cihan Çakmak und Thekla Zell, Kuratorin der Ausstellung.

Teilnahme: 15 € pro Person, ermäßigt 10 €
Anmeldung: nicht erforderlich

Die Museumsflöhe – mit Kleinkindern ins Museum Morsbroich. 09.09.26 - 9:30-11:00
9. September

Mit den Museumsflöhen wird es wuselig und trubelig im Museum Morsbroich. Jeden Mittwochmorgen treffen sich Kleinkinder mit ihren Eltern im Museum. Für die Kinder ist es eine erste spielerische Begegnung mit den Skulpturen im Schlosspark und der Kunst im Museum. Für Erwachsene bietet das Format die Möglichkeit für einen entspannten Museumsbesuch mit Kindern und den Austausch mit anderen Eltern. In den Räumen der Kunstvermittlung wird gemalt, geknetet, gebaut und ausprobiert, wie Künstler*innen wohl gearbeitet haben. Im Mittelpunkt steht der Spaß mit und an der Kunst. Ältere und jüngere Geschwister sind ebenfalls herzlich willkommen.

Teilnahme: kostenlos
Anmeldung: nicht erforderlich
Gefördert durch: Präventionsketten Leverkusen, kinderstark – NRW schafft Chancen und Frauenring Leverkusen e.V.