The good in the pot, the bad in the crop.
The Storage | Die Sammlung



31. August 2025 – 11. Januar 2026

Eröffnung: Sonntag, 31. August 2025, 12 Uhr

Laurenz Berges, Depot, 2013, C-Print, Museum Morsbroich, Leverkusen © VG Bild-Kunst, Bonn 2025
 

Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen?

 

Die Ausstellung »The good in the pot, the bad in the crop. The Storage | Die Sammlung«öffnet die Depottüren von Morsbroich und stellt die Hierarchie innerhalb der eigenen Sammlung zur Diskussion: Die Sammlung im Schloss. Die Sammlung im Depot. Das Märchen von einer nicht-alternden Kunstsammlung. Das Märchen von guter und schlechter Kunst, von repräsentativen Aushängeschildern und vergessenen Lagerwerken, von progressiven Ankaufsentscheidungen und vertanen Chancen, von mutiger Haltung und radikaler Sparpolitik, von Sichtbarkeiten und Unsichtbarkeiten.

Anlass ist der im Januar 2025 begonnene Umzug der seit den 1950er-Jahren aufgebauten Museumssammlung in ein externes Kunstlager. Die Kunst zog aus, zurück blieben Fragen. Warum werden bestimmte Kunstwerke immer wieder ausgestellt, während andere seit Jahrzehnten in den Depots lagern? Lässt sich Kunst nach simplen Kriterien in gut und schlecht, in ausstellungswürdig und nicht ausstellungswürdig kategorisieren? Sind die „Lager-Werke“ gesellschaftlich und kunsthistorisch weniger relevant? Oder folgt die Hierarchisierung innerhalb der Sammlung einem verbreiteten, aber überholten Kunstkanon, der auch die eigenen kuratorischen Entscheidungen beeinflusst?

Das Sammeln von Kunst zählt zu den Kernaufgaben eines Museums. Die Sammlung trägt maßgeblich zur Identität eines Hauses bei, bildet die Basis seiner Ausrichtung und steht exemplarisch für seine Haltung und Werte – zumindest im idealen Fall. In der Realität sind Kunstsammlungen, wie auch im Fall von Morsbroich, durch fehlende Ankaufsetats einem zwangsläufigen Alterungsprozess ausgesetzt. Ihr größter Teil lagert abgeschirmt und verborgen in Depots. Nur ausgewählte Werke finden über Dauer- oder Wechselausstellungen ihren Weg in die Öffentlichkeit.

Das damit einhergehende Ungleichgewicht innerhalb der eigenen Sammlung hebt die Ausstellung »the good in the pot, the bad in the crop. The Storage | Die Sammlung« zeitweise auf. Gezeigt werden Werke aus der Sammlung des Museum Morsbroich, die seit vielen Jahren in den Depots lagern. Ihnen werden exemplarisch Arbeiten gegenübergestellt, die häufig in Ausstellungen gezeigt werden. Ziel ist sichtbar zu machen, was nicht sichtbar war – auch, was nicht sichtbar ist. Jede Gegenwart wird einmal historisch und mit ihr überholte Normen, Werte und Ideale. 2026 feiert das Museum Morsbroich sein 75jähriges Jubiläum. Zeit zurückzublicken und Zeit nach vorn zu blicken. Was war, was ist – was sein könnte. Future Fiction.


Mit Arbeiten von: 

Rimma Arslanov, Joachim Bandau, Stojan Batič,
Laurenz Berges, Joseph Beuys,
Hans-Joachim Bleckert, Julius Bretz,
Ursula Burghardt, Hal Busse, Cihan Çakmak,
Jože Cihua, Jun Dobashi, Günter Drebusch,
Mic Enneper, Robert Filliou, Helga Föhl,
Lucio Fontana, Tsuguharu Foujita,
Xaver Fuhr, Ernst Geitlinger, Isa Genzken,
Ludwig Gies, Raimund Girke,
Gerhard von Graevenitz, Vera Haller,
Barbara Hepworth, Peter Herkenrath,
Jochen Hiltmann, Karl Hofer, Ward Jackson,
Ed Kiёnder, Yves Klein, Norbert Kricke,
Eric Lanz, Karolus Lodenkämper, Adolf Luther,
Michel Majerus, Jonathan Monk,
François Morellet, Naondo Nakamura,
Louise Nevelson, Bruno Pelz, Otto Piene,
Norbert Prangenberg, Judit Reigl,
Günter Ferdinand Ris, Dieter Roth,
Alexej von Jawlensky, Gerhard Richter,
Oskar Schlemmer, Christa von Schnitzler,
Johannes Schreiter, Bernard Schultze, 
Pia Stadtbäumer, Markus Sixay, Takis,
Yasse Tabuchi, Günther Uecker,
Ben Vautier, Wolf Vostell, Ursula (Schultze-Bluhm),
Günter Weseler, Xiang Xiaoli 

 

Kuratorin: Thekla Zell

 

Programm


Öffentliche Führung
Sonntags, 15 Uhr: 28.9., 26.10., 23.11.2025, 4.1.2026

Walk & Talk.
Mit Thekla Zell (Kuratorin)
Sonntags, 15 Uhr: 14.9., 7.12. 2025

Slow Art. Wir lassen uns Zeit. Werkbetrachtung im Sitzen
Sonntags, 15 Uhr: 7.9., 5.10., 2.11., 30.11.2025

Thekengespräch | Klub M (Remise)
»Museen als aktive Orte der Demokratie?«
Mit Lucia Riemenschnitter (Kunstvermittlung) und Thekla Zell (Kuratorin)
Donnerstag, 18 Uhr: 30.10.2025

Familienführung
Sonntags, 14 Uhr: 7.9., 7.12. 2025

Die Kunstentdecker. Offene Familienwerkstatt
Sonntags, 15 Uhr: 7.9., 7.12. 2025

Queers + Family & Friends. Führung
Sonntag, 10 Uhr: 31.8.2025

Kunstgenuss. Kunst, Kaffee und Kuchen. Führung
Dienstags, 14:30 Uhr: 23.9., 7.10., 11.11., 2.12.2025, 2.1.2026

 

Anmeldung | Information

 +49(0) 214/406 4500 | info@morsbroich.de

 

 

The good in the pot, the bad in the crop.
The Storage | Die Sammlung



31. August 2025 – 11. Januar 2026

Eröffnung: Sonntag, 31. August 2025, 12 Uhr

Laurenz Berges, Depot, 2013, C-Print, Museum Morsbroich, Leverkusen © VG Bild-Kunst, Bonn 2025
 

Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen?

 

Die Ausstellung »The good in the pot, the bad in the crop. The Storage | Die Sammlung«öffnet die Depottüren von Morsbroich und stellt die Hierarchie innerhalb der eigenen Sammlung zur Diskussion: Die Sammlung im Schloss. Die Sammlung im Depot. Das Märchen von einer nicht-alternden Kunstsammlung. Das Märchen von guter und schlechter Kunst, von repräsentativen Aushängeschildern und vergessenen Lagerwerken, von progressiven Ankaufsentscheidungen und vertanen Chancen, von mutiger Haltung und radikaler Sparpolitik, von Sichtbarkeiten und Unsichtbarkeiten.

Anlass ist der im Januar 2025 begonnene Umzug der seit den 1950er-Jahren aufgebauten Museumssammlung in ein externes Kunstlager. Die Kunst zog aus, zurück blieben Fragen. Warum werden bestimmte Kunstwerke immer wieder ausgestellt, während andere seit Jahrzehnten in den Depots lagern? Lässt sich Kunst nach simplen Kriterien in gut und schlecht, in ausstellungswürdig und nicht ausstellungswürdig kategorisieren? Sind die „Lager-Werke“ gesellschaftlich und kunsthistorisch weniger relevant? Oder folgt die Hierarchisierung innerhalb der Sammlung einem verbreiteten, aber überholten Kunstkanon, der auch die eigenen kuratorischen Entscheidungen beeinflusst?

Das Sammeln von Kunst zählt zu den Kernaufgaben eines Museums. Die Sammlung trägt maßgeblich zur Identität eines Hauses bei, bildet die Basis seiner Ausrichtung und steht exemplarisch für seine Haltung und Werte – zumindest im idealen Fall. In der Realität sind Kunstsammlungen, wie auch im Fall von Morsbroich, durch fehlende Ankaufsetats einem zwangsläufigen Alterungsprozess ausgesetzt. Ihr größter Teil lagert abgeschirmt und verborgen in Depots. Nur ausgewählte Werke finden über Dauer- oder Wechselausstellungen ihren Weg in die Öffentlichkeit.

Das damit einhergehende Ungleichgewicht innerhalb der eigenen Sammlung hebt die Ausstellung »the good in the pot, the bad in the crop. The Storage | Die Sammlung« zeitweise auf. Gezeigt werden Werke aus der Sammlung des Museum Morsbroich, die seit vielen Jahren in den Depots lagern. Ihnen werden exemplarisch Arbeiten gegenübergestellt, die häufig in Ausstellungen gezeigt werden. Ziel ist sichtbar zu machen, was nicht sichtbar war – auch, was nicht sichtbar ist. Jede Gegenwart wird einmal historisch und mit ihr überholte Normen, Werte und Ideale. 2026 feiert das Museum Morsbroich sein 75jähriges Jubiläum. Zeit zurückzublicken und Zeit nach vorn zu blicken. Was war, was ist – was sein könnte. Future Fiction.


Mit Arbeiten von: 

Rimma Arslanov, Joachim Bandau, Stojan Batič,
Laurenz Berges, Joseph Beuys,
Hans-Joachim Bleckert, Julius Bretz,
Ursula Burghardt, Hal Busse, Cihan Çakmak,
Jože Cihua, Jun Dobashi, Günter Drebusch,
Mic Enneper, Robert Filliou, Helga Föhl,
Lucio Fontana, Tsuguharu Foujita,
Xaver Fuhr, Ernst Geitlinger, Isa Genzken,
Ludwig Gies, Raimund Girke,
Gerhard von Graevenitz, Vera Haller,
Barbara Hepworth, Peter Herkenrath,
Jochen Hiltmann, Karl Hofer, Ward Jackson,
Ed Kiёnder, Yves Klein, Norbert Kricke,
Eric Lanz, Karolus Lodenkämper, Adolf Luther,
Michel Majerus, Jonathan Monk,
François Morellet, Naondo Nakamura,
Louise Nevelson, Bruno Pelz, Otto Piene,
Norbert Prangenberg, Judit Reigl,
Günter Ferdinand Ris, Dieter Roth,
Alexej von Jawlensky, Gerhard Richter,
Oskar Schlemmer, Christa von Schnitzler,
Johannes Schreiter, Bernard Schultze, 
Pia Stadtbäumer, Markus Sixay, Takis,
Yasse Tabuchi, Günther Uecker,
Ben Vautier, Wolf Vostell, Ursula (Schultze-Bluhm),
Günter Weseler, Xiang Xiaoli 

 

Kuratorin: Thekla Zell

 

Programm


Öffentliche Führung
Sonntags, 15 Uhr: 28.9., 26.10., 23.11.2025, 4.1.2026

Walk & Talk.
Mit Thekla Zell (Kuratorin)
Sonntags, 15 Uhr: 14.9., 7.12. 2025

Slow Art. Wir lassen uns Zeit. Werkbetrachtung im Sitzen
Sonntags, 15 Uhr: 7.9., 5.10., 2.11., 30.11.2025

Thekengespräch | Klub M (Remise)
»Museen als aktive Orte der Demokratie?«
Mit Lucia Riemenschnitter (Kunstvermittlung) und Thekla Zell (Kuratorin)
Donnerstag, 18 Uhr: 30.10.2025

Familienführung
Sonntags, 14 Uhr: 7.9., 7.12. 2025

Die Kunstentdecker. Offene Familienwerkstatt
Sonntags, 15 Uhr: 7.9., 7.12. 2025

Queers + Family & Friends. Führung
Sonntag, 10 Uhr: 31.8.2025

Kunstgenuss. Kunst, Kaffee und Kuchen. Führung
Dienstags, 14:30 Uhr: 23.9., 7.10., 11.11., 2.12.2025, 2.1.2026

 

Anmeldung | Information

 +49(0) 214/406 4500 | info@morsbroich.de

 

 

Veranstaltungen

Mein theurer Fritz
25. Januar

Eine historische Führung mit Aperitif im Schloss Morsbroich

Sonntag, 25. Januar
15 bis 17 Uhr

1857 erwarb Samtfabrikant Friedrich Wilhelm von Diergardt das Schloss Morsbroich. Sein Sohn Friedrich Heinrich von Diergardt bereiste wie sein Vater die Welt. Während er unterwegs von seinen Reisen berichtete, schrieb seine Gattin Bertha von Diergardt ihrem „theuren Fritz“, was in der Zwischenzeit im Schlossalltag passiert ist. Diese Briefe werden heute im Stadtarchiv Leverkusen verwahrt.

Die Führung durch das Gebäude und den zugehörigen Park taucht in das Leben im Schloss vor 150 Jahren ein. Im Anschluss bietet sich bei einem Glas Wein und Knabbereien die Möglichkeit, sich Kopien von Original-Briefen der Familie von Diergardt genauer anzuschauen und so einen Einblick in den Alltag der Familie zu erhalten.

Die Reise durch die Geschichte des Schlosses ist eine Kooperation zwischen dem Museum Morsbroich, dem Stadtarchiv Leverkusen und den Leverkusener Gästeführer:innen.


Teilnahmegebühr 12,50€  inkl. Führung, Wein und kleinem Snack (alternativ: alkoholfreies Getränk)
Die Plätze für dieser Veranstaltung sind begrenzt, Wir bitten daher um Anmeldung unter info@morsbroich.de

Historische Führung. Schloss Morsbroich.
8. Februar

Die historische Führung vermittelt einen Überblick über die Geschichte von „Historische Führung. Schloss Morsbroich.“ und führt anschließend durch ausgewählte Räumlichkeiten. Dabei wird das frühere Leben im Schloss anschaulich erläutert. Die Teilnahme umfasst sowohl den Eintritt in die aktuelle Ausstellung als auch die Führung selbst. Eine vorherige Anmeldung wird empfohlen, um die Gruppengröße planen zu können.


Eintritt: 12 Euro pro Person, ermäßigt 8 Euro.
Beginn: 15:00 Uhr.
Ende: 16:00 Uhr.
Anmeldung erforderlich

0214 406-4510
info@morsbroich.de
www.museum-morsbroich.de
 

Schloss Morsbroich
Gustav-Heinemann-Straße 80
51377 Leverkusen

 

Slow Art
22. Februar

Wir lassen uns Zeit. Werkbetrachtung im Sitzen.

Die Führung kostet 12 € pro Person, ermäßigt 8 €,
und beinhaltet sowohl den Eintritt in die Ausstellung wie die Führung.

Eine Anmeldung wird empfohlen, damit die Gruppenstärke besser abgeschätzt werden kann.
info@morsbroich.de

Historische Führung. Schloss Morsbroich.
8. März

Die historische Führung vermittelt einen Überblick über die Geschichte von „Historische Führung. Schloss Morsbroich.“ und führt anschließend durch ausgewählte Räumlichkeiten. Dabei wird das frühere Leben im Schloss anschaulich erläutert. Die Teilnahme umfasst sowohl den Eintritt in die aktuelle Ausstellung als auch die Führung selbst. Eine vorherige Anmeldung wird empfohlen, um die Gruppengröße planen zu können.


Eintritt: 12 Euro pro Person, ermäßigt 8 Euro.
Beginn: 15:00 Uhr.
Ende: 16:00 Uhr.
Anmeldung erforderlich

0214 406-4510
info@morsbroich.de
www.museum-morsbroich.de
 

Schloss Morsbroich
Gustav-Heinemann-Straße 80
51377 Leverkusen