Chained to the Rhythm
Von Mensch und Natur
1. März bis 7. Juni 2026

 

Herlinde Koelbl, ohne Titel, aus dem Zyklus Metamorphosen, 2019–2022, Fineartprint; ©Herlinde Koelbl

 

Johanna von Monkiewitsch, Bleichkasten (präparierter Holzkasten mit Aussparung und
innenliegender Leinwand), Museum Morsbroich, Leverkusen, 2024; Foto: Peter Hinschläger

Gabriela Oberkofler, A Piece of (Wild) Life, 2024/2026, Detail Künstlertapete; © Gabriela Oberkofler

 

Mit Arbeiten von Enya Burger, Jason Dodge, Stefan Draschan, Sebastian Gräfe, Rubin Henkel & Niklas Bolten, Dieter Kiessling, Timo Klos, Herlinde Koelbl, Johanna von Monkiewitsch, Gabriela Oberkofler, Bill Viola, Andy Warhol und Lois Weinberger.

Zum 75-jährigen Jubiläum wagt das Museum Morsbroich ein radikales Experiment: Wir lassen zu, was wir sonst unterbinden, wir öffnen das Museum und lassen hinein, was sonst draußen bleiben muss – Sonnenlicht, Wind und Wetter, Pflanzen und Tiere, außergewöhnliche Werke und ungewöhnliches Verhalten…

 

Zur Eröffnung am Sonntag, 1. März 2026, um 12 Uhr
laden wir Sie, Ihre Familie und Freunde herzlich ein.

Es sprechen
Stefan Hebbel
Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen

Fritz Emslander
Kurator der Ausstellung, Museum Morsbroich

Die Ausstellung ist von 11 – 17 Uhr geöffnet.
Fliegende Kunstvermittler:innen von 14 – 17 Uhr.


Morsbroich ist mit seiner einzigartigen Verbindung von Natur und Kultur, von historischer Architektur und zeitgenössischer Kunst, von Schlossgarten und Skulpturenpark ein außergewöhnlicher Ort.


Mit der Bespielung des Schlosses unter den Bedingungen eines Museums erfuhren die Räume eine neue Widmung. Sie sollten den bestmöglichen Rahmen für die Präsentation von Gegenwartskunst bieten: einen sich ästhetisch zurücknehmenden, die Konzentration fördernden und zugleich die Kunst schützenden Rahmen, der die schädlichen Wirkungen von Sonnenlicht und Klimaschwankungen reduziert.

Der Wunsch, den besonderen Charakter dieses im Dialog mit der Natur stehenden Hauses hervorzuheben, muss wegen konservatorischer Auflagen immer wieder zurücktreten. Dabei funktioniert das im Schlossgarten freistehende Haus mit der Fülle seiner nach allen Seiten hin ausgerichteten Fenster wie eine Sonnenuhr. Im Tagesverlauf umrundet die Sonne das Gebäude, während die Fensterblicke auf die nahestehenden Bäume und den weitläufigen Park den Wechsel der Jahreszeiten anzeigen.

Die Aufenthalte früherer Schlossbewohner:innen auf der von Wasser umflossenen Insel waren Rückzüge: losgelöst von den Zwängen der höfischen Gesellschaft (im 18. Jh.) oder einer herausfordernden
Geschäftswelt (im 19. Jh.), zurück in ein Leben in Verbindung mit der Natur, von dem die Menschen sich schon damals entfernt haben und wir uns heute noch viel mehr.

Morsbroich kann auch heute noch als eine Art Gegenwelt erfahren werden – ein Ort, an dem ein Leben im natürlichen Rhythmus der Tages- und Jahreszeiten, im Einklang mit der Natur denkbar war und ist; ein Ort der Inspiration für Gegenentwürfe, der Rückbesinnung darauf, dass wir selbst Teil der Natur sind.

Diese Erfahrung wollen wir unseren Besucher:innen im Jubiläumsjahr ermöglichen, indem wir die Ausstellung in der Beletage des Schlosses zunächst komplett abbauen und die leeren Räume erlebbar machen: als Resonanz- und Denkräume, als Freiraum und Raum der Möglichkeiten.

Wenn die eingeladenen Künstler:innen diesen Raum dann nach und nach füllen werden, sollen die üblichen Regeln des Museumsbetriebs für einige Monate weitgehend außer Kraft gesetzt werden. Die teilnehmenden Künstler:innen werden die Grenzen von Innen und Außen verwischen und Wechselwirkungen von Kultur und Natur thematisieren. Sie werden dem besonderen genius loci von Morsbroich und der an diesem Ort immer wieder aufgeworfenen Frage nach der Verbindung von Mensch und Natur auf unterschiedliche Weise nachgehen.

Die Morsbroicher Kunsttage (8.-10. Mai 2026) werden als Programm-Highlight während der Laufzeit der Ausstellung im kommenden Jahr zu Festtagen, an denen das 75-Jährige Jubiläum des Museums allen Anlass gibt zu feiern und diesen Kunst und Natur verbindenden Ort in seiner historischen Bedeutung wie in seinem Potential für die Zukunft zu würdigen.

 

Am letzten Tag der Ausstellung:

Slow Listening (Pflanzen-Musik)
Sonntag, 7. Juni, 15 Uhr
Mit den beiden Künstlern/Musikern Rubin Henkel und Niklas Bolten
Einführung in das Hörerlebnis der Installation FERMATA, die Biodaten aus dem Park in
eine Komposition übersetzt; zur Finissage auch speziell für Großeltern & Enkel (und
weitere Gäste)Heute leben wir in einer Kultur des oberflächlichen Ereignisses. Durch aufmerksames
Zuhören, das Eintauchen unter die Oberfläche, und das Wertschätzen von Kunstwerken
als einzigartige Schöpfungen, wird eine neue Art der Musik-Bewegung durch
aufmerksames Zuhören gefördert.
Die eigene Perspektive auf den zeitlichen Verlauf der Musik wird im Slow Listening neu
definiert – eine Perspektive, die sich von einem Hören zum nächsten verändert.
Die Biorhythmen von lokalen Pflanzenarten aus dem Jahr 2025 werden in einer
einheitlichen Klanglandschaft erfahrbar und verändern subtil die Haltung der Zuhörenden
gegenüber der Musik - eine intensive Auseinandersetzung mit der Musik bzw. der
dynamischen Pflanzenwelt um uns herum. 

Die Plätze sind begrenzt; Anmeldung möglich unter 0214 406-4500 | info@morsbroich.de
Teilnahme im Eintrittsticket inbegriffen, keine zusätzlichen Kosten

Chained to the Rhythm
Von Mensch und Natur
1. März bis 7. Juni 2026

 

Herlinde Koelbl, ohne Titel, aus dem Zyklus Metamorphosen, 2019–2022, Fineartprint; ©Herlinde Koelbl

 

Johanna von Monkiewitsch, Bleichkasten (präparierter Holzkasten mit Aussparung und
innenliegender Leinwand), Museum Morsbroich, Leverkusen, 2024; Foto: Peter Hinschläger

Gabriela Oberkofler, A Piece of (Wild) Life, 2024/2026, Detail Künstlertapete; © Gabriela Oberkofler

 

Mit Arbeiten von Enya Burger, Jason Dodge, Stefan Draschan, Sebastian Gräfe, Rubin Henkel & Niklas Bolten, Dieter Kiessling, Timo Klos, Herlinde Koelbl, Johanna von Monkiewitsch, Gabriela Oberkofler, Bill Viola, Andy Warhol und Lois Weinberger.

Zum 75-jährigen Jubiläum wagt das Museum Morsbroich ein radikales Experiment: Wir lassen zu, was wir sonst unterbinden, wir öffnen das Museum und lassen hinein, was sonst draußen bleiben muss – Sonnenlicht, Wind und Wetter, Pflanzen und Tiere, außergewöhnliche Werke und ungewöhnliches Verhalten…

 

Zur Eröffnung am Sonntag, 1. März 2026, um 12 Uhr
laden wir Sie, Ihre Familie und Freunde herzlich ein.

Es sprechen
Stefan Hebbel
Oberbürgermeister der Stadt Leverkusen

Fritz Emslander
Kurator der Ausstellung, Museum Morsbroich

Die Ausstellung ist von 11 – 17 Uhr geöffnet.
Fliegende Kunstvermittler:innen von 14 – 17 Uhr.


Morsbroich ist mit seiner einzigartigen Verbindung von Natur und Kultur, von historischer Architektur und zeitgenössischer Kunst, von Schlossgarten und Skulpturenpark ein außergewöhnlicher Ort.


Mit der Bespielung des Schlosses unter den Bedingungen eines Museums erfuhren die Räume eine neue Widmung. Sie sollten den bestmöglichen Rahmen für die Präsentation von Gegenwartskunst bieten: einen sich ästhetisch zurücknehmenden, die Konzentration fördernden und zugleich die Kunst schützenden Rahmen, der die schädlichen Wirkungen von Sonnenlicht und Klimaschwankungen reduziert.

Der Wunsch, den besonderen Charakter dieses im Dialog mit der Natur stehenden Hauses hervorzuheben, muss wegen konservatorischer Auflagen immer wieder zurücktreten. Dabei funktioniert das im Schlossgarten freistehende Haus mit der Fülle seiner nach allen Seiten hin ausgerichteten Fenster wie eine Sonnenuhr. Im Tagesverlauf umrundet die Sonne das Gebäude, während die Fensterblicke auf die nahestehenden Bäume und den weitläufigen Park den Wechsel der Jahreszeiten anzeigen.

Die Aufenthalte früherer Schlossbewohner:innen auf der von Wasser umflossenen Insel waren Rückzüge: losgelöst von den Zwängen der höfischen Gesellschaft (im 18. Jh.) oder einer herausfordernden
Geschäftswelt (im 19. Jh.), zurück in ein Leben in Verbindung mit der Natur, von dem die Menschen sich schon damals entfernt haben und wir uns heute noch viel mehr.

Morsbroich kann auch heute noch als eine Art Gegenwelt erfahren werden – ein Ort, an dem ein Leben im natürlichen Rhythmus der Tages- und Jahreszeiten, im Einklang mit der Natur denkbar war und ist; ein Ort der Inspiration für Gegenentwürfe, der Rückbesinnung darauf, dass wir selbst Teil der Natur sind.

Diese Erfahrung wollen wir unseren Besucher:innen im Jubiläumsjahr ermöglichen, indem wir die Ausstellung in der Beletage des Schlosses zunächst komplett abbauen und die leeren Räume erlebbar machen: als Resonanz- und Denkräume, als Freiraum und Raum der Möglichkeiten.

Wenn die eingeladenen Künstler:innen diesen Raum dann nach und nach füllen werden, sollen die üblichen Regeln des Museumsbetriebs für einige Monate weitgehend außer Kraft gesetzt werden. Die teilnehmenden Künstler:innen werden die Grenzen von Innen und Außen verwischen und Wechselwirkungen von Kultur und Natur thematisieren. Sie werden dem besonderen genius loci von Morsbroich und der an diesem Ort immer wieder aufgeworfenen Frage nach der Verbindung von Mensch und Natur auf unterschiedliche Weise nachgehen.

Die Morsbroicher Kunsttage (8.-10. Mai 2026) werden als Programm-Highlight während der Laufzeit der Ausstellung im kommenden Jahr zu Festtagen, an denen das 75-Jährige Jubiläum des Museums allen Anlass gibt zu feiern und diesen Kunst und Natur verbindenden Ort in seiner historischen Bedeutung wie in seinem Potential für die Zukunft zu würdigen.

 

Am letzten Tag der Ausstellung:

Slow Listening (Pflanzen-Musik)
Sonntag, 7. Juni, 15 Uhr
Mit den beiden Künstlern/Musikern Rubin Henkel und Niklas Bolten
Einführung in das Hörerlebnis der Installation FERMATA, die Biodaten aus dem Park in
eine Komposition übersetzt; zur Finissage auch speziell für Großeltern & Enkel (und
weitere Gäste)Heute leben wir in einer Kultur des oberflächlichen Ereignisses. Durch aufmerksames
Zuhören, das Eintauchen unter die Oberfläche, und das Wertschätzen von Kunstwerken
als einzigartige Schöpfungen, wird eine neue Art der Musik-Bewegung durch
aufmerksames Zuhören gefördert.
Die eigene Perspektive auf den zeitlichen Verlauf der Musik wird im Slow Listening neu
definiert – eine Perspektive, die sich von einem Hören zum nächsten verändert.
Die Biorhythmen von lokalen Pflanzenarten aus dem Jahr 2025 werden in einer
einheitlichen Klanglandschaft erfahrbar und verändern subtil die Haltung der Zuhörenden
gegenüber der Musik - eine intensive Auseinandersetzung mit der Musik bzw. der
dynamischen Pflanzenwelt um uns herum. 

Die Plätze sind begrenzt; Anmeldung möglich unter 0214 406-4500 | info@morsbroich.de
Teilnahme im Eintrittsticket inbegriffen, keine zusätzlichen Kosten

Veranstaltungen

Eröffnung Desire Path im Proberaum: 20.8.26 - 19:30
20. August

Mit Arbeiten von Michael M.C. Driesch, Markus Henschler, Juliana Paek
im Dialog mit Werken aus der Sammlung des Museum Morsbroich

20. – 30. August 2026 im Kunstverein Leverkusen
20. August 2026 – 6. Januar 2027 im Proberaum, Museum Morsbroich

im Kunstverein Leverkusen  sowie anschießend im Proberaum, Museum Morsbroich
sind Sie und Ihre Freunde herzlich eingeladen.

Begrüßung
Susanne Wedewer-Pampus
Lucia Riemenschnitter

Einführung

Nathalie Sofie Schulz
Gamze Can

Öffentliche Führung: HIGHLIGHTS DER SAMMLUNG: 23.08.26 - 15:00
23. August

Sie sind herzlich zu unseren Führungen zu den Highlights der Sammlung des Museum Morsbroich eingeladen.

Teilnahme: 15 € pro Person, ermäßigt 10 €; Eintritt und Führung sind enthalten
Anmeldung: empfohlen
Kontakt: Besucherservice, Tel. +49 214 406-4500, E-Mail: info@morsbroich.de

kunstbar: 27.8.2026 - 17:30
27. August

Sie sind herzlich zur ersten kunstbar eingeladen. Es erwarten Sie Kunst, Cocktails und entspannte Atmosphäre inmitten des schönsten Parks Leverkusens.
Rund um die “Gastausstellung“ DESIRE PATH (mit Arbeiten von Michael M.C. Driesch, Markus Henschler, Juliana Paek), die im Kunstverein Leverkusen und im Proberaum vom Museum Morsbroich zu sehen ist, bietet kunstbar exklusiv

  • einen gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung
  • offenen Artist Talks
  • Sound von und mit DJ MC Driesch
  • Raum für spannende Gespräche
  • Cocktails, die wir dank der Unterstützung durch die Schlossgastronomie des Herkenrath Hofs zu einem Sonderpreis anbieten können