Kunsttage 03

16. September – 18. September 2022

(c) Grafik: Ulrike von Dewitz
(c) Fotos: Denis Bury

 

Liebe Gäste,

unser Jahresprojekt 2022 : spielzeit geht weiter mit den Morsbroicher Kunsttagen 03. Wir freuen uns auf ein Wochenende mit Ihnen und auf gemeinsame intensive Begegnungen mit Werken der Künste.

Morsbroich will ein einzigartiger Ort der Künste werden. Aber wie wird aus einem Museum für Gegenwartskunst ein ›gegnwärtiges Museum‹? Wie wird Morsbroich ein selbstverständlicher Denkraum für möglichst viele Menschen? Eine berechtigte Frage, denn Orte der Kunst sind keine selbstverständlichen Bestandteile unserer Gesellschaft, deren Mitbürger*innen in weiten Teilen immer weniger ›Bedarf‹ für Kultur sehen.

Wir, die Einladenden – also Museum, Förderverein und langjähriger Förderer, die Sparkasse Leverkusen – sehen einen gesteigerten ›Bedarf‹ mit Blick auf unsere von Krisen durchsetzte Zeit. Und wir wissen, dass wir alle diese Krisen mitprovoziert haben.

Die Morsbroicher Kunsttage wollen auch vor diesem Hintergrund Fragen zur Zukunft eines ›gegnwärtigen Museums‹ stellen. Am »Abend der Politik« u.a. die Frage nach möglichen neuen (gesellschaftspolitischen) Relevanzen der Künste. Am »Morgen der Ökonomien« Fragen nach möglichen Wechselverhältnissen zwischen Museum und Unternehmen. Wer lernt wie und was von wem? Und natürlich werden die Kunsttage kulminieren im »Tag der Künste«.

Kommen Sie!

Wir freuen uns auf Ihr Mitspielen, Mitdenken und Mitstreiten.

Jörg van den Berg
Direktor des Museum Morsbroich

Dr. Gottfried Zaby
Vorsitzender des Museumsverein Morsbroich e.V.

Markus Grawe
Vorsitzender des Vorstandes Sparkasse Leverkusen

 

 

Programm
in Kooperation mit der Sparkasse Leverkusen

Eintritt frei.

 

Um uns am besten auf Sie und Ihren Besuch einrichten zu können, freuen wir uns auf Ihre Anmeldung an claudia.leyendecker@museum-morsbroich.de oder telefonisch beu unserem Besucherservice unter 0214 406 – 45 10. 

 

Freitag, 16. September 2022 | 17 21 h
Der Abend der Politik

  • 17 Uhr
    Miteinander
    Ort: Schlossterrasse, hinterer Garten

    Begrüßungen
    Bürgermeister Bernhard Marewski
    Markus Grawe (Sparkasse Leverkusen, Vorstandsvorsitzender)
    & Jörg van den Berg (Direktor, Museum Morsbroich)
    Ort: Schlossterrasse, hinterer Garten

    ZuGänge
    Thekla Zell / Fritz Emslander / Jörg van den Berg im Museum
    Ort: Schlossterrasse, hinterer Garten
  • 18 Uhr
    VorWorte
    Jörg van den Berg

    Das gegnwärtige Museum.
    Versuche zu neuen Relevanzen eines Museums für eine Stadt
    Ort: Spiegelsaal
  • 18:15 Uhr
    ZwischenTöne
    Anja Lechner (Cellistin) spielt Valentin Silvestrov (Ukraine), Teil I
    Ort: Spiegelsaal

    Die Cellistin Anja Lechner bewegt sich gerne im Grenzbereich verschiedener Kulturen und Genres, arbeitet mit Musikern wie Patricia Kopatchinskaja, Tõnu Kaljuste, Jacob Bro, Nils Petter Molvaer zusammen, tritt als Solistin mit führenden Orchestern auf und Komponisten wie Tigran Mansurian, Valentin Silvestrov, Oscar Strasnoy und Dino Saluzzi haben für sie geschrieben. Die Breite von Anja Lechners musikalischem Interesse spiegelt sich wieder in mehr als zwanzig Aufnahmen für ECM Records. 2002 wurden ihre ECM Einspielung „leggiero, pesante“, mit der Musik von dem ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov, für den Grammy nominiert.

    Sie war Gründungsmitglied im Rosamunde Quartett, mit dem sie 18 Jahre lang bis zu seiner Auflösung in 2009, auf großen internationalen Bühnen und Festivals konzertiert hat. Seit 1998 arbeitet sie mit dem argentinischen Bandoneon-Meister Dino Saluzzi zusammen.

    Diese Saison 22/23 kombiniert Anja Lechner in ihren Solokonzerten Altes und Neues, mit Werken von J.S. Bach bis Valentin Silvestrov und eigener Musik. Mit dem französischen Pianisten und Komponisten François Couturier ist sie seit 2006 auf internationalen Bühnen und Festivals unterwegs, bereiste ganz Europa, den Iran und die USA und präsentiert momentan ihr neues Programm LONTANO. Mit Couturier spielt sie auch zusammen in dem solitären Tarkovsky Quartet.

    Ihr Repertoire mit dem Gitarristen Pablo Márquez umfasst Musik von Franz Schubert, die auch auf deren gemeinsamen Album „Die Nacht“ festgehalten ist. Das Duo hat 2022 Kompositionsaufträge vergeben, an die Komponisten Golfam Khayam, Zad Moultaka, Cheol-Ha Park, Oscar Strasnoy und wird die Werke 2024 uraufführen.

    Anja Lechner wuchs in Neubeuern am Inn auf und hat bei Heinrich Schiff und Janos Starker studiert. Die Musikerin lebt und unterrichtet in München.

    https://www.anjalechner.com
    https://de.wikipedia.org/wiki/Walentyn_Sylwestrow
  • 18:30 Uhr
    Diskurs I
    Susanne Titz, Direktorin Museum Abteiberg, Mönchengladbach
    fragt Jörg van den Berg / Jörg van den Berg fragt zurück
    Ort: Spiegelsaal

    https://museum-abteiberg.de
  • 19 Uhr
    Miteinander II
    Speisen im Jagdzimmer und/oder vor dem Schloss
  • 20:15 Uhr
    Diskurs II
    Offenes Gespräch
    Ort: Spiegelsaal

 

Samstag, 17. September 2022 | 11  15 h
Der Morgen der Ökonomien

  • 11 Uhr
    Miteinander I
    Ort: Schlossterrasse, hinterer Garten

    Zugänge
    Thekla Zell / Fritz Emslander / Jörg van den Berg im Museum
  • 11:45 Uhr
    Begrüßung
    Markus Grawe, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse  Leverkusen, im Gespräch mit Jörg van den Berg
    Ort: Spiegelsaal
  • 12 Uhr
    VorWorte
    Jörg van den Berg 
    Das gegnwärtige Museum.
    Versuche zu Wechselverhältnissen zwischen Museum & Unternehmen
    Ort: Spiegelsaal
  • 12:15 Uhr
    ZwischenTöne
    Anja Lechner (Cellistin) spielt Valentin Silvestrov (Ukraine), Teil II
    Ort: Spiegelsaal
     

    Die Cellistin Anja Lechner bewegt sich gerne im Grenzbereich verschiedener Kulturen und Genres, arbeitet mit Musikern wie Patricia Kopatchinskaja, Tõnu Kaljuste, Jacob Bro, Nils Petter Molvaer zusammen, tritt als Solistin mit führenden Orchestern auf und Komponisten wie Tigran Mansurian, Valentin Silvestrov, Oscar Strasnoy und Dino Saluzzi haben für sie geschrieben. Die Breite von Anja Lechners musikalischem Interesse spiegelt sich wieder in mehr als zwanzig Aufnahmen für ECM Records. 2002 wurden ihre ECM Einspielung „leggiero, pesante“, mit der Musik von dem ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov, für den Grammy nominiert.

    Sie war Gründungsmitglied im Rosamunde Quartett, mit dem sie 18 Jahre lang bis zu seiner Auflösung in 2009, auf großen internationalen Bühnen und Festivals konzertiert hat. Seit 1998 arbeitet sie mit dem argentinischen Bandoneon-Meister Dino Saluzzi zusammen.

    Diese Saison 22/23 kombiniert Anja Lechner in ihren Solokonzerten Altes und Neues, mit Werken von J.S. Bach bis Valentin Silvestrov und eigener Musik. Mit dem französischen Pianisten und Komponisten François Couturier ist sie seit 2006 auf internationalen Bühnen und Festivals unterwegs, bereiste ganz Europa, den Iran und die USA und präsentiert momentan ihr neues Programm LONTANO. Mit Couturier spielt sie auch zusammen in dem solitären Tarkovsky Quartet.

    Ihr Repertoire mit dem Gitarristen Pablo Márquez umfasst Musik von Franz Schubert, die auch auf deren gemeinsamen Album „Die Nacht“ festgehalten ist. Das Duo hat 2022 Kompositionsaufträge vergeben, an die Komponisten Golfam Khayam, Zad Moultaka, Cheol-Ha Park, Oscar Strasnoy und wird die Werke 2024 uraufführen.

    Anja Lechner wuchs in Neubeuern am Inn auf und hat bei Heinrich Schiff und Janos Starker studiert. Die Musikerin lebt und unterrichtet in München.

    https://www.anjalechner.com
    https://de.wikipedia.org/wiki/Walentyn_Sylwestrow
  • 12:30 Uhr
    Talk
    Christian Jacobs & Jörg van den Berg: Ein (un)ordentliches Gespräch
    Ort: Spiegelsaal
  • 13 Uhr
    Miteinander II
    Speisen im Jagdzimmer und/oder vor dem Schloss


Samstag, 17. September 2022 | 17  22 Uhr
Der Tag der Künste / Teil I

  • 18:30 Uhr
    Zugänge
    Thekla Zell / Fritz Emslander / Jörg van den Berg im Museum
  • 19:30 Uhr
    Konzert
    Anja Lechner (Cellistin) spielt Valentin Silvestrov (Ukraine)

    Anja Lechner / Raúl da Costa
    Valentin Silvestrov: Werke für Violoncello und Klavier

    Ort: Spiegelsaal
     

    Die Cellistin Anja Lechner bewegt sich gerne im Grenzbereich verschiedener Kulturen und Genres, arbeitet mit Musikern wie Patricia Kopatchinskaja, Tõnu Kaljuste, Jacob Bro, Nils Petter Molvaer zusammen, tritt als Solistin mit führenden Orchestern auf und Komponisten wie Tigran Mansurian, Valentin Silvestrov, Oscar Strasnoy und Dino Saluzzi haben für sie geschrieben. Die Breite von Anja Lechners musikalischem Interesse spiegelt sich wieder in mehr als zwanzig Aufnahmen für ECM Records. 2002 wurden ihre ECM Einspielung „leggiero, pesante“, mit der Musik von dem ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov, für den Grammy nominiert.

    Sie war Gründungsmitglied im Rosamunde Quartett, mit dem sie 18 Jahre lang bis zu seiner Auflösung in 2009, auf großen internationalen Bühnen und Festivals konzertiert hat. Seit 1998 arbeitet sie mit dem argentinischen Bandoneon-Meister Dino Saluzzi zusammen.

    Diese Saison 22/23 kombiniert Anja Lechner in ihren Solokonzerten Altes und Neues, mit Werken von J.S. Bach bis Valentin Silvestrov und eigener Musik. Mit dem französischen Pianisten und Komponisten François Couturier ist sie seit 2006 auf internationalen Bühnen und Festivals unterwegs, bereiste ganz Europa, den Iran und die USA und präsentiert momentan ihr neues Programm LONTANO. Mit Couturier spielt sie auch zusammen in dem solitären Tarkovsky Quartet.

    Ihr Repertoire mit dem Gitarristen Pablo Márquez umfasst Musik von Franz Schubert, die auch auf deren gemeinsamen Album „Die Nacht“ festgehalten ist. Das Duo hat 2022 Kompositionsaufträge vergeben, an die Komponisten Golfam Khayam, Zad Moultaka, Cheol-Ha Park, Oscar Strasnoy und wird die Werke 2024 uraufführen.

    Anja Lechner wuchs in Neubeuern am Inn auf und hat bei Heinrich Schiff und Janos Starker studiert. Die Musikerin lebt und unterrichtet in München.

    https://www.anjalechner.com
    https://de.wikipedia.org/wiki/Walentyn_Sylwestrow
     

    Raúl da Costa ist ein vielseitig interessierter Künstler und widmet sich intensiv der Klavierkammermusik und Musik unserer Zeit. Mit einem großen Repertoire von Bach bis Zimmermann ist Kammermusik ein Hauptbestandteil seiner Karriere, speziell die Zusammenarbeit mit Raquel Camarinha, Sae-Nal Kim und Bruno Monsaingeon. Er hat unter der Leitung von Javier Viceiro, Theodore Kuchar, Joseph Swensen und mit verschiedenen Orchestern wie dem Porto Symphony Orchestra oder dem Janacek Philharmonic Orchestra gespielt.

    Er ist weiterhin erster Preisträger verschiedener internationaler Klavierwettbewerbe, wie bei dem San Sebastian Internationalen Wettbewerb, dem Scriabin Internationalen Wettbewerb in Paris, und bei dem Young Pianist of the North Internationalen Klavierwettbewerb in Newcastle. Er war auch Preisträger des 1. EU-Klavierwettbewerbs in Prag, wo er nur mit 16 Jahren Portugal vertreten hat. Raúl da Costa fühlt sich der portugiesischen Musik besonders verbunden. Bereits zum vierten Mal wurde ihm der Preis für die beste Interpretation portugiesischer Werke verliehen. 2016 gewann Raúl da Costa den ersten Preis und alle Publikumspreise beim internationalen Wettbewerb ZF-Musikpreis.

    https://www.instagram.com/raulpianissimo/?hl=de​​​​​​​

  • 20:30 Uhr
    Film & …
    Antje Schiffers: Die lange Nacht des Bauernfilms & internationale Schnapsbar
    Ort: Spiegelsaal
    Gemeinsames Abendbrot aus dem Hofladen Obstgut Morsbroich

    Seit 22 Jahren tauschen Antje Schiffers und Thomas Sprenger mit Landwirten in Europa: ein Gemälde von ihrem Hof gegen einen Film, in dem die Bauern ihre Arbeit darstellen und filmen. Aus den 40 Filmen im Archiv des Projektes Ich bin gerne Bauer und möchte es auch gerne bleiben wählt das Publikum, was es gemeinsam gucken möchte.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Antje_Schiffers
    https://www.obstgut-morsbroich.de


Sonntag, 18. September 2022 | 11  17 Uhr
Der Tag der Künste / Teil II

  • 11 – 17 Uhr
    ehrenamtliche Freundinnen des Museums
    Kuchenbuffet im oder vor dem Gartensaal / Remise
  • 12 – 15 Uhr
    Ciceroni: begleiteter Besuch durch das Museum
    Treffpunkt vor den Räumen der Kunstvermittlung / Remise
  • 12 – 16 Uhr
    Kunstentdecker: offene Familienwerkstatt in den Räumen der Kunstvermitttlung / Remise
  • 12 Uhr
    ZuWeg
    parklabyr & Ensemble l’arte del mondo & andere
    Hummings for a Tree – Requiem für einen sterbenden Baum
    Ort: innerer Garten, neben dem Hauptgebäude

    parklabyr
    https://www.lartedelmondo.de
  • 13:30 Uhr
    KONSORTIUM: Vorstellung (2022)
    Performance

    Im Februar 1964 mieteten die vier Künstler Gerhard Richter, Sigmar Polke, Konrad Lueg und Manfred Kuttner einen Transporter, mit dem sie ihre Gemälde nach Wuppertal zu der Galerie Parnass brachten und diese dort im Vorgarten auf dem Rasen aufzustellen, um sich bei dem Galeristen für eine Ausstellung zu bewerben. Von der Galerie Parnass aus fuhren die vier Künstler am gleichen Tag weiter zum Museum Morsbroich. Im Garten des Schlosses stellte Manfred Kuttner seine Gemälde auf, um diese dem Direktor Udo Kultermann zu zeigen. Es folgte keine Ausstellungseinladung für Manfred Kuttner.

    Die drei Künstler der Gruppe Konsortium (Lars Breuer, Sebastian Freytag und Guido Münch) wiederholen die Fahrt vom Februar 1964 und fahren am 18. September 2022 mit einem gemieteten Transporter zu der ehemaligen Galerie Parnass nach Wuppertal und von dort aus zum Museum Morsbroich.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Konsortium_(Künstlergruppe)
  • 15 Uhr
    Eine kurze Poesie der BeWegung – Performance
    Laetitia Mazzotti (Schauspielerin) & Tilo Schulz (Künstler)
    Ort: Museum / 1. Obergeschoss

    Die Skulptur ›your blinds don’t keep me from‹ von Tilo Schulz versperrte seit Mai den Blick aus der ersten Etage des Schlosses in den inneren Garten und setzte neue Blicke und Bewegungen frei. Seitdem wurde sie von Gabriela Oberkofler mit Moos bepflanzt, Christian Jacobs unternahm an der Skulptur eine 6-stündige Wanderung und Kunstwerke von Michael Croissant, Alexander Calder, Imi Knoebel und Andrea Wolfensberger gesellten sich dazu.

    Jetzt wurde die Skulptur abgenommen, dekonstruiert und zu einer Bühne neu aufgestapelt. Tilo Schulz hat für die Schauspielerin Laetitia Mazzotti ein literarisches Stück geschrieben, das diese Umwandlung und Neuformierung begleitet und kommentiert.

    Schulz ist vom Museum Morsbroich eingeladen, den inneren Garten im Außenbereich neu zu denken. Diese ersten Schritte im Inneren des Museum sind Bestandteile des Prozesses.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tilo_Schulz
    https://de.wikipedia.org/wiki/Laetitia_Mazzotti

Kunsttage 03

16. September – 18. September 2022

(c) Grafik: Ulrike von Dewitz
(c) Fotos: Denis Bury

 

Liebe Gäste,

unser Jahresprojekt 2022 : spielzeit geht weiter mit den Morsbroicher Kunsttagen 03. Wir freuen uns auf ein Wochenende mit Ihnen und auf gemeinsame intensive Begegnungen mit Werken der Künste.

Morsbroich will ein einzigartiger Ort der Künste werden. Aber wie wird aus einem Museum für Gegenwartskunst ein ›gegnwärtiges Museum‹? Wie wird Morsbroich ein selbstverständlicher Denkraum für möglichst viele Menschen? Eine berechtigte Frage, denn Orte der Kunst sind keine selbstverständlichen Bestandteile unserer Gesellschaft, deren Mitbürger*innen in weiten Teilen immer weniger ›Bedarf‹ für Kultur sehen.

Wir, die Einladenden – also Museum, Förderverein und langjähriger Förderer, die Sparkasse Leverkusen – sehen einen gesteigerten ›Bedarf‹ mit Blick auf unsere von Krisen durchsetzte Zeit. Und wir wissen, dass wir alle diese Krisen mitprovoziert haben.

Die Morsbroicher Kunsttage wollen auch vor diesem Hintergrund Fragen zur Zukunft eines ›gegnwärtigen Museums‹ stellen. Am »Abend der Politik« u.a. die Frage nach möglichen neuen (gesellschaftspolitischen) Relevanzen der Künste. Am »Morgen der Ökonomien« Fragen nach möglichen Wechselverhältnissen zwischen Museum und Unternehmen. Wer lernt wie und was von wem? Und natürlich werden die Kunsttage kulminieren im »Tag der Künste«.

Kommen Sie!

Wir freuen uns auf Ihr Mitspielen, Mitdenken und Mitstreiten.

Jörg van den Berg
Direktor des Museum Morsbroich

Dr. Gottfried Zaby
Vorsitzender des Museumsverein Morsbroich e.V.

Markus Grawe
Vorsitzender des Vorstandes Sparkasse Leverkusen

 

 

Programm
in Kooperation mit der Sparkasse Leverkusen

Eintritt frei.

 

Um uns am besten auf Sie und Ihren Besuch einrichten zu können, freuen wir uns auf Ihre Anmeldung an claudia.leyendecker@museum-morsbroich.de oder telefonisch beu unserem Besucherservice unter 0214 406 – 45 10. 

 

Freitag, 16. September 2022 | 17 21 h
Der Abend der Politik

  • 17 Uhr
    Miteinander
    Ort: Schlossterrasse, hinterer Garten

    Begrüßungen
    Bürgermeister Bernhard Marewski
    Markus Grawe (Sparkasse Leverkusen, Vorstandsvorsitzender)
    & Jörg van den Berg (Direktor, Museum Morsbroich)
    Ort: Schlossterrasse, hinterer Garten

    ZuGänge
    Thekla Zell / Fritz Emslander / Jörg van den Berg im Museum
    Ort: Schlossterrasse, hinterer Garten
  • 18 Uhr
    VorWorte
    Jörg van den Berg

    Das gegnwärtige Museum.
    Versuche zu neuen Relevanzen eines Museums für eine Stadt
    Ort: Spiegelsaal
  • 18:15 Uhr
    ZwischenTöne
    Anja Lechner (Cellistin) spielt Valentin Silvestrov (Ukraine), Teil I
    Ort: Spiegelsaal

    Die Cellistin Anja Lechner bewegt sich gerne im Grenzbereich verschiedener Kulturen und Genres, arbeitet mit Musikern wie Patricia Kopatchinskaja, Tõnu Kaljuste, Jacob Bro, Nils Petter Molvaer zusammen, tritt als Solistin mit führenden Orchestern auf und Komponisten wie Tigran Mansurian, Valentin Silvestrov, Oscar Strasnoy und Dino Saluzzi haben für sie geschrieben. Die Breite von Anja Lechners musikalischem Interesse spiegelt sich wieder in mehr als zwanzig Aufnahmen für ECM Records. 2002 wurden ihre ECM Einspielung „leggiero, pesante“, mit der Musik von dem ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov, für den Grammy nominiert.

    Sie war Gründungsmitglied im Rosamunde Quartett, mit dem sie 18 Jahre lang bis zu seiner Auflösung in 2009, auf großen internationalen Bühnen und Festivals konzertiert hat. Seit 1998 arbeitet sie mit dem argentinischen Bandoneon-Meister Dino Saluzzi zusammen.

    Diese Saison 22/23 kombiniert Anja Lechner in ihren Solokonzerten Altes und Neues, mit Werken von J.S. Bach bis Valentin Silvestrov und eigener Musik. Mit dem französischen Pianisten und Komponisten François Couturier ist sie seit 2006 auf internationalen Bühnen und Festivals unterwegs, bereiste ganz Europa, den Iran und die USA und präsentiert momentan ihr neues Programm LONTANO. Mit Couturier spielt sie auch zusammen in dem solitären Tarkovsky Quartet.

    Ihr Repertoire mit dem Gitarristen Pablo Márquez umfasst Musik von Franz Schubert, die auch auf deren gemeinsamen Album „Die Nacht“ festgehalten ist. Das Duo hat 2022 Kompositionsaufträge vergeben, an die Komponisten Golfam Khayam, Zad Moultaka, Cheol-Ha Park, Oscar Strasnoy und wird die Werke 2024 uraufführen.

    Anja Lechner wuchs in Neubeuern am Inn auf und hat bei Heinrich Schiff und Janos Starker studiert. Die Musikerin lebt und unterrichtet in München.

    https://www.anjalechner.com
    https://de.wikipedia.org/wiki/Walentyn_Sylwestrow
  • 18:30 Uhr
    Diskurs I
    Susanne Titz, Direktorin Museum Abteiberg, Mönchengladbach
    fragt Jörg van den Berg / Jörg van den Berg fragt zurück
    Ort: Spiegelsaal

    https://museum-abteiberg.de
  • 19 Uhr
    Miteinander II
    Speisen im Jagdzimmer und/oder vor dem Schloss
  • 20:15 Uhr
    Diskurs II
    Offenes Gespräch
    Ort: Spiegelsaal

 

Samstag, 17. September 2022 | 11  15 h
Der Morgen der Ökonomien

  • 11 Uhr
    Miteinander I
    Ort: Schlossterrasse, hinterer Garten

    Zugänge
    Thekla Zell / Fritz Emslander / Jörg van den Berg im Museum
  • 11:45 Uhr
    Begrüßung
    Markus Grawe, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse  Leverkusen, im Gespräch mit Jörg van den Berg
    Ort: Spiegelsaal
  • 12 Uhr
    VorWorte
    Jörg van den Berg 
    Das gegnwärtige Museum.
    Versuche zu Wechselverhältnissen zwischen Museum & Unternehmen
    Ort: Spiegelsaal
  • 12:15 Uhr
    ZwischenTöne
    Anja Lechner (Cellistin) spielt Valentin Silvestrov (Ukraine), Teil II
    Ort: Spiegelsaal
     

    Die Cellistin Anja Lechner bewegt sich gerne im Grenzbereich verschiedener Kulturen und Genres, arbeitet mit Musikern wie Patricia Kopatchinskaja, Tõnu Kaljuste, Jacob Bro, Nils Petter Molvaer zusammen, tritt als Solistin mit führenden Orchestern auf und Komponisten wie Tigran Mansurian, Valentin Silvestrov, Oscar Strasnoy und Dino Saluzzi haben für sie geschrieben. Die Breite von Anja Lechners musikalischem Interesse spiegelt sich wieder in mehr als zwanzig Aufnahmen für ECM Records. 2002 wurden ihre ECM Einspielung „leggiero, pesante“, mit der Musik von dem ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov, für den Grammy nominiert.

    Sie war Gründungsmitglied im Rosamunde Quartett, mit dem sie 18 Jahre lang bis zu seiner Auflösung in 2009, auf großen internationalen Bühnen und Festivals konzertiert hat. Seit 1998 arbeitet sie mit dem argentinischen Bandoneon-Meister Dino Saluzzi zusammen.

    Diese Saison 22/23 kombiniert Anja Lechner in ihren Solokonzerten Altes und Neues, mit Werken von J.S. Bach bis Valentin Silvestrov und eigener Musik. Mit dem französischen Pianisten und Komponisten François Couturier ist sie seit 2006 auf internationalen Bühnen und Festivals unterwegs, bereiste ganz Europa, den Iran und die USA und präsentiert momentan ihr neues Programm LONTANO. Mit Couturier spielt sie auch zusammen in dem solitären Tarkovsky Quartet.

    Ihr Repertoire mit dem Gitarristen Pablo Márquez umfasst Musik von Franz Schubert, die auch auf deren gemeinsamen Album „Die Nacht“ festgehalten ist. Das Duo hat 2022 Kompositionsaufträge vergeben, an die Komponisten Golfam Khayam, Zad Moultaka, Cheol-Ha Park, Oscar Strasnoy und wird die Werke 2024 uraufführen.

    Anja Lechner wuchs in Neubeuern am Inn auf und hat bei Heinrich Schiff und Janos Starker studiert. Die Musikerin lebt und unterrichtet in München.

    https://www.anjalechner.com
    https://de.wikipedia.org/wiki/Walentyn_Sylwestrow
  • 12:30 Uhr
    Talk
    Christian Jacobs & Jörg van den Berg: Ein (un)ordentliches Gespräch
    Ort: Spiegelsaal
  • 13 Uhr
    Miteinander II
    Speisen im Jagdzimmer und/oder vor dem Schloss


Samstag, 17. September 2022 | 17  22 Uhr
Der Tag der Künste / Teil I

  • 18:30 Uhr
    Zugänge
    Thekla Zell / Fritz Emslander / Jörg van den Berg im Museum
  • 19:30 Uhr
    Konzert
    Anja Lechner (Cellistin) spielt Valentin Silvestrov (Ukraine)

    Anja Lechner / Raúl da Costa
    Valentin Silvestrov: Werke für Violoncello und Klavier

    Ort: Spiegelsaal
     

    Die Cellistin Anja Lechner bewegt sich gerne im Grenzbereich verschiedener Kulturen und Genres, arbeitet mit Musikern wie Patricia Kopatchinskaja, Tõnu Kaljuste, Jacob Bro, Nils Petter Molvaer zusammen, tritt als Solistin mit führenden Orchestern auf und Komponisten wie Tigran Mansurian, Valentin Silvestrov, Oscar Strasnoy und Dino Saluzzi haben für sie geschrieben. Die Breite von Anja Lechners musikalischem Interesse spiegelt sich wieder in mehr als zwanzig Aufnahmen für ECM Records. 2002 wurden ihre ECM Einspielung „leggiero, pesante“, mit der Musik von dem ukrainischen Komponisten Valentin Silvestrov, für den Grammy nominiert.

    Sie war Gründungsmitglied im Rosamunde Quartett, mit dem sie 18 Jahre lang bis zu seiner Auflösung in 2009, auf großen internationalen Bühnen und Festivals konzertiert hat. Seit 1998 arbeitet sie mit dem argentinischen Bandoneon-Meister Dino Saluzzi zusammen.

    Diese Saison 22/23 kombiniert Anja Lechner in ihren Solokonzerten Altes und Neues, mit Werken von J.S. Bach bis Valentin Silvestrov und eigener Musik. Mit dem französischen Pianisten und Komponisten François Couturier ist sie seit 2006 auf internationalen Bühnen und Festivals unterwegs, bereiste ganz Europa, den Iran und die USA und präsentiert momentan ihr neues Programm LONTANO. Mit Couturier spielt sie auch zusammen in dem solitären Tarkovsky Quartet.

    Ihr Repertoire mit dem Gitarristen Pablo Márquez umfasst Musik von Franz Schubert, die auch auf deren gemeinsamen Album „Die Nacht“ festgehalten ist. Das Duo hat 2022 Kompositionsaufträge vergeben, an die Komponisten Golfam Khayam, Zad Moultaka, Cheol-Ha Park, Oscar Strasnoy und wird die Werke 2024 uraufführen.

    Anja Lechner wuchs in Neubeuern am Inn auf und hat bei Heinrich Schiff und Janos Starker studiert. Die Musikerin lebt und unterrichtet in München.

    https://www.anjalechner.com
    https://de.wikipedia.org/wiki/Walentyn_Sylwestrow
     

    Raúl da Costa ist ein vielseitig interessierter Künstler und widmet sich intensiv der Klavierkammermusik und Musik unserer Zeit. Mit einem großen Repertoire von Bach bis Zimmermann ist Kammermusik ein Hauptbestandteil seiner Karriere, speziell die Zusammenarbeit mit Raquel Camarinha, Sae-Nal Kim und Bruno Monsaingeon. Er hat unter der Leitung von Javier Viceiro, Theodore Kuchar, Joseph Swensen und mit verschiedenen Orchestern wie dem Porto Symphony Orchestra oder dem Janacek Philharmonic Orchestra gespielt.

    Er ist weiterhin erster Preisträger verschiedener internationaler Klavierwettbewerbe, wie bei dem San Sebastian Internationalen Wettbewerb, dem Scriabin Internationalen Wettbewerb in Paris, und bei dem Young Pianist of the North Internationalen Klavierwettbewerb in Newcastle. Er war auch Preisträger des 1. EU-Klavierwettbewerbs in Prag, wo er nur mit 16 Jahren Portugal vertreten hat. Raúl da Costa fühlt sich der portugiesischen Musik besonders verbunden. Bereits zum vierten Mal wurde ihm der Preis für die beste Interpretation portugiesischer Werke verliehen. 2016 gewann Raúl da Costa den ersten Preis und alle Publikumspreise beim internationalen Wettbewerb ZF-Musikpreis.

    https://www.instagram.com/raulpianissimo/?hl=de​​​​​​​

  • 20:30 Uhr
    Film & …
    Antje Schiffers: Die lange Nacht des Bauernfilms & internationale Schnapsbar
    Ort: Spiegelsaal
    Gemeinsames Abendbrot aus dem Hofladen Obstgut Morsbroich

    Seit 22 Jahren tauschen Antje Schiffers und Thomas Sprenger mit Landwirten in Europa: ein Gemälde von ihrem Hof gegen einen Film, in dem die Bauern ihre Arbeit darstellen und filmen. Aus den 40 Filmen im Archiv des Projektes Ich bin gerne Bauer und möchte es auch gerne bleiben wählt das Publikum, was es gemeinsam gucken möchte.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Antje_Schiffers
    https://www.obstgut-morsbroich.de


Sonntag, 18. September 2022 | 11  17 Uhr
Der Tag der Künste / Teil II

  • 11 – 17 Uhr
    ehrenamtliche Freundinnen des Museums
    Kuchenbuffet im oder vor dem Gartensaal / Remise
  • 12 – 15 Uhr
    Ciceroni: begleiteter Besuch durch das Museum
    Treffpunkt vor den Räumen der Kunstvermittlung / Remise
  • 12 – 16 Uhr
    Kunstentdecker: offene Familienwerkstatt in den Räumen der Kunstvermitttlung / Remise
  • 12 Uhr
    ZuWeg
    parklabyr & Ensemble l’arte del mondo & andere
    Hummings for a Tree – Requiem für einen sterbenden Baum
    Ort: innerer Garten, neben dem Hauptgebäude

    parklabyr
    https://www.lartedelmondo.de
  • 13:30 Uhr
    KONSORTIUM: Vorstellung (2022)
    Performance

    Im Februar 1964 mieteten die vier Künstler Gerhard Richter, Sigmar Polke, Konrad Lueg und Manfred Kuttner einen Transporter, mit dem sie ihre Gemälde nach Wuppertal zu der Galerie Parnass brachten und diese dort im Vorgarten auf dem Rasen aufzustellen, um sich bei dem Galeristen für eine Ausstellung zu bewerben. Von der Galerie Parnass aus fuhren die vier Künstler am gleichen Tag weiter zum Museum Morsbroich. Im Garten des Schlosses stellte Manfred Kuttner seine Gemälde auf, um diese dem Direktor Udo Kultermann zu zeigen. Es folgte keine Ausstellungseinladung für Manfred Kuttner.

    Die drei Künstler der Gruppe Konsortium (Lars Breuer, Sebastian Freytag und Guido Münch) wiederholen die Fahrt vom Februar 1964 und fahren am 18. September 2022 mit einem gemieteten Transporter zu der ehemaligen Galerie Parnass nach Wuppertal und von dort aus zum Museum Morsbroich.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Konsortium_(Künstlergruppe)
  • 15 Uhr
    Eine kurze Poesie der BeWegung – Performance
    Laetitia Mazzotti (Schauspielerin) & Tilo Schulz (Künstler)
    Ort: Museum / 1. Obergeschoss

    Die Skulptur ›your blinds don’t keep me from‹ von Tilo Schulz versperrte seit Mai den Blick aus der ersten Etage des Schlosses in den inneren Garten und setzte neue Blicke und Bewegungen frei. Seitdem wurde sie von Gabriela Oberkofler mit Moos bepflanzt, Christian Jacobs unternahm an der Skulptur eine 6-stündige Wanderung und Kunstwerke von Michael Croissant, Alexander Calder, Imi Knoebel und Andrea Wolfensberger gesellten sich dazu.

    Jetzt wurde die Skulptur abgenommen, dekonstruiert und zu einer Bühne neu aufgestapelt. Tilo Schulz hat für die Schauspielerin Laetitia Mazzotti ein literarisches Stück geschrieben, das diese Umwandlung und Neuformierung begleitet und kommentiert.

    Schulz ist vom Museum Morsbroich eingeladen, den inneren Garten im Außenbereich neu zu denken. Diese ersten Schritte im Inneren des Museum sind Bestandteile des Prozesses.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tilo_Schulz
    https://de.wikipedia.org/wiki/Laetitia_Mazzotti

Veranstaltungen

Wunschwochenende im Parklabyr
3. Dezember, 4. Dezember

Samstag, 3. Dezember, 11 – 17 Uhr
Sonntag, 4. Dezember, 11 – 17 Uhr

 

Am kommenden Wochenende aktivieren die Künstler*innen Margit Czenki und Christoph Schäfer wieder das Parklabyr im Museum Morsbroich. Der Eintritt zum Planungs-Studio im Schloss ist frei.

Im Auftrag des Museum Morsbroich und der Stadt Leverkusen wird das Hamburger Künstler*innen-Duo in den nächsten Jahren den Park überarbeiten und als Ensemble aus Kunst, Garten und Stadtgesellschaft neu definieren – zusammen mit der interessierten Bevölkerung. Margit Czenki sagt dazu: „Wir möchten mit dem Wissen der Nutzer*innen des Parks und des Schlosses die Frage beantworten: Was muss der Schlosspark in Zukunft können? Was könnte dort passieren?“

Wer Lust hat, sich auf künstlerische Umwege zu begeben, ist Samstag und Sonntag herzlich eingeladen im Gartenzimmer des Schlosses zu zeichnen, zu denken und Ideen zu entwickeln. Christoph Schäfer: „Unsere Tools bieten Personen aller Altersgruppen Möglichkeiten und Herausforderung, um auf neue Ideen zu kommen.“

Besonders dringlich suchen die beiden zur Zeit Motive und Entwürfe für die barocke Wasserachse im Park, die möglicherweise schon recht bald wieder baulich und ökologisch hergerichtet wird. Doch eine schlichte Brücke wäre den beiden für die geliebte Parkanlage zu wenig. So fragen sie auf einem der Arbeitsbögen: „Welcher Leidenschaft würden Sie eine Brücke widmen? Und wie sähe diese aus?“.

  • Am „Wunsch-Weekend“ sind die Künstler*innen durchgängig anwesend.
  • Auch außerhalb dieser Tage ist der Zugang zum Planungs-Studio im Museum Morsbroich zu den üblichen Öffnungszeiten immer frei.
Artist Talk: Schirin Kretschmann – WELL, COME
1. Dezember

18 Uhr

Eintritt frei

Moderdeation: Thekla Zell

Schirin Kretschmann (*1980) untersucht in ihren Arbeiten die Spezifik von vorhandenen Situationen und Orten. Was macht einen Ort aus, welche Besonderheiten, Eigenschaften und Geschichte bringt er mit sich? Was macht ihn für uns sichtbar, was nehmen wir von ihm wahr und was nicht? Die von Schirin Kretschmann gewählten Materialien und Verfahren sind dabei immer auf einen (zeitlichen) Prozess der Veränderung und Erweiterung ausgelegt, der Potenziale wie auch scheinbar unsichtbare Ereignisse und Handlungen sichtbar werden lässt.

Im gemeinsamen Gespräch mit Kuratorin Thekla Zell gibt Schirin Kretschmann Einblicke in ihre künstlerische Praxis und teilt erste gedankliche Ansätze zu einem neuen ortsspezifischen Projekt, das sie in den nächsten Jahren im Außenraum des Museum Morsbroich entwickeln wird. Hierbei setzt sie sich mit der besonderen Situation des „Ankommens & Einparkens“ und der Frage nach einem visuellen wie gedanklichen Übergang zwischen dem Vorbereich der Anlage und dem eigentlichen Museum auseinander.

Schirin Kretschmann (*1980 in Karlsruhe) lebt und arbeitet in Berlin und München. Seit 2020 lehrt sie als Professorin für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München. Sie hat zahlreiche Arbeiten für den öffentlichen Raum sowie für internationale Galerien und Institutionen entwickelt.

www.schirinkretschmann.de

Familienführung
6. November, 4. Dezember

Jeden 1. Sonntag im Monat um 14 Uhr schauen wir in die Ausstellung, stellen uns Fragen, wundern uns, staunen und schmunzeln gemeinsam.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bei Lucia Riemenschnitter, Leitung der Kunstvermittlung:

  • Telefon +49 214 406 – 45 18
  • E-Mail: kunstundbildung@museum-morsbroich.de
KUNSTGENUSS. 22/23: spielzeit
8. November, 24. Januar, 31. Januar

jeweils um 14.30 Uhr
 

In der Führung „22/23: spielzeit“ schauen wir uns vorrangig die Räume der Künstler*innen an, die zur „Werkstatt Morsbroich 2022 – 26“ gehören. Welche Ideen haben sie schon für das Ensemble Morsbroich entwickelt?

Hat Harald F. Müller das Treppenhaus weiter in Zinnoberrot gestaltet? Oder hat er weitere Farben dazu genommen? Wie sehen die mobilen Gärten von Gabriela Oberkofler inzwischen aus? Haben die Besucher Ideen für den Schlosspark im Raum von Christoph Schäfer & Margit Czenki hinterlassen? Welche Ideen hat Tilo Schulz für den inneren Park vor und hinter dem Schloss entwickelt? Und hat Mark Dion sein Hexenhäuschen („The Witchesʼ Cottage“) schon eingerichtet?

Sigrid Ernst-Fuchs wird in der Führung die Intentionen der Künstler*innen erläutern.

Für jeden Termin ist eine Anmeldung bis zum Freitag, 12 Uhr mit Rückrufnummer unbedingt erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 12,50 € pro Person und beinhaltet den Eintritt, die Führung und Kaffee und Kuchen.

Wenden Sie sich gern an Claudia Leyendecker unter Telefon +49 (0)214 406-4510 oder per E-Mail an claudia.leyendecker@museum-morsbroich.de!

Außerhalb dieser Termine können Sie auch separat Führungen mit anschließendem Gespräch bei Kaffee und Kuchen vereinbaren. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt zweölf Personen.