Duett mit Künstler_in.
Partizipation als künstlerisches Prinzip

21. Mai – 3. September 2017

Mit Werken von Vito Acconci, Davide Balula, Robert Barry, Joseph Beuys, Angela Bulloch, John Cage, Christian Falsnaes, Claus Föttinger, //////////fur//// art entertainment interfaces,  Florian Graf, Rodney Graham, Hans Haacke, Jeppe Hein, Christine Hill, David Horvitz, Pierre Huyghe, Christian Jankowski, Yves Klein, Tomas Kleiner, Mischa Kuball, Dieter Meier,  Bruce Nauman, Yoko Ono, OPAVIVARÁ!, Marjetica Potrč und Wapke Feenstra, Antje Schiffers - Myvillages, Tino Sehgal, Gabriel Sierra, David Shrigley, Juergen Staack, Rirkrit Tiravanija, Mary Vieira, Wolf Vostell, Franz Erhard Walther, Gillian Wearing, Franz West, Erwin Wurm, Haegue Yang, Zentrum für Politische Schönheit

Das Publikum und seine produktive Rolle im kreativen Prozess eines Kunstwerks stehen im Zentrum der Ausstellung Duett mit Künstler_in. Partizipation als künstlerisches Prinzip. Verschiedene Formen der Teilhabe, die einer anweisenden Struktur folgt oder einen offenen Prozess entstehen lässt, die einen gedanklich kritischen Prozess evoziert oder Kollaboration mit Anderen generiert, die schöpferische Handlungen zulässt oder ein engagiertes kollektives Miteinander einfordert, werden in der Ausstellung dem Publikum offeriert. 

Die Ausstellungsituation erzeugt, indem sie soziales Handeln einfordert, einen Raum, der die Institution Museum öffnet, weil er Möglichkeiten der Begegnung schafft. Kunst als wesentlichen Teil des Lebens zu denken, an dem „alle“ teilhaben können, ist nicht nur grundlegend für das Kunstverständnis des 20. Jahrhunderts, sondern gehört auch zu den fundamental demokratischen Werten unserer Gesellschaft. 

Das Museum Morsbroich folgt mit der Ausstellung Duett mit Künstler_in. Partizipation als künstlerisches Prinzip seiner Gründungshistorie, in der man auf die kreativen Impulse der Kunst für die Stadtgesellschaft vertraute und zeitgenössische, internationale Positionen in beständiger Auseinandersetzung mit dem Publikum in der Institution auslöste. So entstehen für die Ausstellung auch Arbeiten in situ wie zum Beispiel leverkusen_transfer von Mischa Kuball, der die unterschiedlichen Räume, d.h. den städtischen Raum, den Raum des Museums und den privaten Raum, als untrennbar miteinander verbunden sieht. 

Kuratorin der Ausstellung ist Stefanie Kreuzer

Die Ausstellung wird im Anschluss an die Präsentation in Leverkusen in das 21er Haus nach Wien wandern. 

Die Ausstellung wird von einer Publikation begleitet, die von Mischa Kuball künstlerisch konzipiert und in Zusammenarbeit mit der Gestalterin Petra Hollenbach entwickelt wurde. Sie erscheint im Verlag für moderne Kunst und enthält wissenschaftliche Essays von Raimar Stange und Friederike Wappler, ein Vorwort von Markus Heinzelmann und Stella Rollig, eine Einführung in die Ausstellung von Stefanie Kreuzer und Kurztexte zu den Kunstwerken von Fritz Emslander, Feodora Heupel und Stefanie Kreuzer.

 

1
Davide Balula
Mimed Sculptures
2016
Performance mit 6 Darstellern und 6 Sockeln
Variable Dimensionen 
Courtesy Davide Balula, galerie frank elbaz und Gagosian

2
Christian Falsnaes
The title is your name
2014
Videostill
Courtesy der Künstler und PSM, Berlin

3
Dieter Meier
This Man Will Not Shoot (Detail)
1971
S/W Fotografie
44,5 x 111 cm 
Courtesy Grieder Contemporary, Zürich; © Dieter Meier

Duett mit Künstler_in.
Partizipation als künstlerisches Prinzip

21. Mai – 3. September 2017

Mit Werken von Vito Acconci, Davide Balula, Robert Barry, Joseph Beuys, Angela Bulloch, John Cage, Christian Falsnaes, Claus Föttinger, //////////fur//// art entertainment interfaces,  Florian Graf, Rodney Graham, Hans Haacke, Jeppe Hein, Christine Hill, David Horvitz, Pierre Huyghe, Christian Jankowski, Yves Klein, Tomas Kleiner, Mischa Kuball, Dieter Meier,  Bruce Nauman, Yoko Ono, OPAVIVARÁ!, Marjetica Potrč und Wapke Feenstra, Antje Schiffers - Myvillages, Tino Sehgal, Gabriel Sierra, David Shrigley, Juergen Staack, Rirkrit Tiravanija, Mary Vieira, Wolf Vostell, Franz Erhard Walther, Gillian Wearing, Franz West, Erwin Wurm, Haegue Yang, Zentrum für Politische Schönheit

Das Publikum und seine produktive Rolle im kreativen Prozess eines Kunstwerks stehen im Zentrum der Ausstellung Duett mit Künstler_in. Partizipation als künstlerisches Prinzip. Verschiedene Formen der Teilhabe, die einer anweisenden Struktur folgt oder einen offenen Prozess entstehen lässt, die einen gedanklich kritischen Prozess evoziert oder Kollaboration mit Anderen generiert, die schöpferische Handlungen zulässt oder ein engagiertes kollektives Miteinander einfordert, werden in der Ausstellung dem Publikum offeriert. 

Die Ausstellungsituation erzeugt, indem sie soziales Handeln einfordert, einen Raum, der die Institution Museum öffnet, weil er Möglichkeiten der Begegnung schafft. Kunst als wesentlichen Teil des Lebens zu denken, an dem „alle“ teilhaben können, ist nicht nur grundlegend für das Kunstverständnis des 20. Jahrhunderts, sondern gehört auch zu den fundamental demokratischen Werten unserer Gesellschaft. 

Das Museum Morsbroich folgt mit der Ausstellung Duett mit Künstler_in. Partizipation als künstlerisches Prinzip seiner Gründungshistorie, in der man auf die kreativen Impulse der Kunst für die Stadtgesellschaft vertraute und zeitgenössische, internationale Positionen in beständiger Auseinandersetzung mit dem Publikum in der Institution auslöste. So entstehen für die Ausstellung auch Arbeiten in situ wie zum Beispiel leverkusen_transfer von Mischa Kuball, der die unterschiedlichen Räume, d.h. den städtischen Raum, den Raum des Museums und den privaten Raum, als untrennbar miteinander verbunden sieht. 

Kuratorin der Ausstellung ist Stefanie Kreuzer

Die Ausstellung wird im Anschluss an die Präsentation in Leverkusen in das 21er Haus nach Wien wandern. 

Die Ausstellung wird von einer Publikation begleitet, die von Mischa Kuball künstlerisch konzipiert und in Zusammenarbeit mit der Gestalterin Petra Hollenbach entwickelt wurde. Sie erscheint im Verlag für moderne Kunst und enthält wissenschaftliche Essays von Raimar Stange und Friederike Wappler, ein Vorwort von Markus Heinzelmann und Stella Rollig, eine Einführung in die Ausstellung von Stefanie Kreuzer und Kurztexte zu den Kunstwerken von Fritz Emslander, Feodora Heupel und Stefanie Kreuzer.

 

1
Davide Balula
Mimed Sculptures
2016
Performance mit 6 Darstellern und 6 Sockeln
Variable Dimensionen 
Courtesy Davide Balula, galerie frank elbaz und Gagosian

2
Christian Falsnaes
The title is your name
2014
Videostill
Courtesy der Künstler und PSM, Berlin

3
Dieter Meier
This Man Will Not Shoot (Detail)
1971
S/W Fotografie
44,5 x 111 cm 
Courtesy Grieder Contemporary, Zürich; © Dieter Meier

Veranstaltungen

Wunschwochenende im Parklabyr
3. Dezember, 4. Dezember

Samstag, 3. Dezember, 11 – 17 Uhr
Sonntag, 4. Dezember, 11 – 17 Uhr

 

Am kommenden Wochenende aktivieren die Künstler*innen Margit Czenki und Christoph Schäfer wieder das Parklabyr im Museum Morsbroich. Der Eintritt zum Planungs-Studio im Schloss ist frei.

Im Auftrag des Museum Morsbroich und der Stadt Leverkusen wird das Hamburger Künstler*innen-Duo in den nächsten Jahren den Park überarbeiten und als Ensemble aus Kunst, Garten und Stadtgesellschaft neu definieren – zusammen mit der interessierten Bevölkerung. Margit Czenki sagt dazu: „Wir möchten mit dem Wissen der Nutzer*innen des Parks und des Schlosses die Frage beantworten: Was muss der Schlosspark in Zukunft können? Was könnte dort passieren?“

Wer Lust hat, sich auf künstlerische Umwege zu begeben, ist Samstag und Sonntag herzlich eingeladen im Gartenzimmer des Schlosses zu zeichnen, zu denken und Ideen zu entwickeln. Christoph Schäfer: „Unsere Tools bieten Personen aller Altersgruppen Möglichkeiten und Herausforderung, um auf neue Ideen zu kommen.“

Besonders dringlich suchen die beiden zur Zeit Motive und Entwürfe für die barocke Wasserachse im Park, die möglicherweise schon recht bald wieder baulich und ökologisch hergerichtet wird. Doch eine schlichte Brücke wäre den beiden für die geliebte Parkanlage zu wenig. So fragen sie auf einem der Arbeitsbögen: „Welcher Leidenschaft würden Sie eine Brücke widmen? Und wie sähe diese aus?“.

  • Am „Wunsch-Weekend“ sind die Künstler*innen durchgängig anwesend.
  • Auch außerhalb dieser Tage ist der Zugang zum Planungs-Studio im Museum Morsbroich zu den üblichen Öffnungszeiten immer frei.
Artist Talk: Schirin Kretschmann – WELL, COME
1. Dezember

18 Uhr

Eintritt frei

Moderdeation: Thekla Zell

Schirin Kretschmann (*1980) untersucht in ihren Arbeiten die Spezifik von vorhandenen Situationen und Orten. Was macht einen Ort aus, welche Besonderheiten, Eigenschaften und Geschichte bringt er mit sich? Was macht ihn für uns sichtbar, was nehmen wir von ihm wahr und was nicht? Die von Schirin Kretschmann gewählten Materialien und Verfahren sind dabei immer auf einen (zeitlichen) Prozess der Veränderung und Erweiterung ausgelegt, der Potenziale wie auch scheinbar unsichtbare Ereignisse und Handlungen sichtbar werden lässt.

Im gemeinsamen Gespräch mit Kuratorin Thekla Zell gibt Schirin Kretschmann Einblicke in ihre künstlerische Praxis und teilt erste gedankliche Ansätze zu einem neuen ortsspezifischen Projekt, das sie in den nächsten Jahren im Außenraum des Museum Morsbroich entwickeln wird. Hierbei setzt sie sich mit der besonderen Situation des „Ankommens & Einparkens“ und der Frage nach einem visuellen wie gedanklichen Übergang zwischen dem Vorbereich der Anlage und dem eigentlichen Museum auseinander.

Schirin Kretschmann (*1980 in Karlsruhe) lebt und arbeitet in Berlin und München. Seit 2020 lehrt sie als Professorin für Malerei und Grafik an der Akademie der Bildenden Künste München. Sie hat zahlreiche Arbeiten für den öffentlichen Raum sowie für internationale Galerien und Institutionen entwickelt.

www.schirinkretschmann.de

Familienführung
6. November, 4. Dezember

Jeden 1. Sonntag im Monat um 14 Uhr schauen wir in die Ausstellung, stellen uns Fragen, wundern uns, staunen und schmunzeln gemeinsam.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bei Lucia Riemenschnitter, Leitung der Kunstvermittlung:

  • Telefon +49 214 406 – 45 18
  • E-Mail: kunstundbildung@museum-morsbroich.de
KUNSTGENUSS. 22/23: spielzeit
8. November, 24. Januar, 31. Januar

jeweils um 14.30 Uhr
 

In der Führung „22/23: spielzeit“ schauen wir uns vorrangig die Räume der Künstler*innen an, die zur „Werkstatt Morsbroich 2022 – 26“ gehören. Welche Ideen haben sie schon für das Ensemble Morsbroich entwickelt?

Hat Harald F. Müller das Treppenhaus weiter in Zinnoberrot gestaltet? Oder hat er weitere Farben dazu genommen? Wie sehen die mobilen Gärten von Gabriela Oberkofler inzwischen aus? Haben die Besucher Ideen für den Schlosspark im Raum von Christoph Schäfer & Margit Czenki hinterlassen? Welche Ideen hat Tilo Schulz für den inneren Park vor und hinter dem Schloss entwickelt? Und hat Mark Dion sein Hexenhäuschen („The Witchesʼ Cottage“) schon eingerichtet?

Sigrid Ernst-Fuchs wird in der Führung die Intentionen der Künstler*innen erläutern.

Für jeden Termin ist eine Anmeldung bis zum Freitag, 12 Uhr mit Rückrufnummer unbedingt erforderlich. Die Teilnahmegebühr beträgt 12,50 € pro Person und beinhaltet den Eintritt, die Führung und Kaffee und Kuchen.

Wenden Sie sich gern an Claudia Leyendecker unter Telefon +49 (0)214 406-4510 oder per E-Mail an claudia.leyendecker@museum-morsbroich.de!

Außerhalb dieser Termine können Sie auch separat Führungen mit anschließendem Gespräch bei Kaffee und Kuchen vereinbaren. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt zweölf Personen.