Der flexible Plan
Das Rokoko in der Gegenwartskunst

Annalotta
Anke Eilergerhard
Annalotta
2018
hochpigmentiertes Silikon, Weimar Porzellan, Nero Marquina Marmor, Edelstahl
H 185 cm x ø 90 cm
Courtesy Anke Eilergerhard
Exerciţiu #2
Cornelia Badelita
Exerciţiu #2
2015
Öl auf Leinwand
90 x 60 cm
Courtesy of Alberto Peola Arte Contemporanea
Shallow End
Glenn Brown
Shallow End
2011
Öl auf Holz (oval)
128 x 96 cm
Sammlung Glenn Brown
Courtesy Galerie Max Hetzler, Berlin │ Paris │ London; © Glenn Brown

23. September 2018 - 06. Januar 2019

Schloss Morsbroich, in dessen Mauern das Museum Morsbroich seit seiner Gründung im Jahr 1951 beheimatet ist, wurde in der Zeit des Rokoko gebaut und im Stil des Neo-Rokoko erweitert.

Das Rokoko war der Kunststil, der das 18. Jahrhundert von der Régence (1715-1723) bis zum Ende der Regierungszeit Ludwigs XV. (1774) dominierte. Trotzdem sind seine Leistungen nahezu vergessen und werden häufig mit herabsetzend gemeinten Adjektiven umschrieben: süßlich, lieblich, künstlich, prunkend, verspielt usw. Sein Siegeszug von Frankreich über das gesamte Europa, sein zeitliches Zusammenfallen und seine Verflechtung mit der Aufklärung sowie seine ideengeschichtliche und künstlerische Prägekraft bis in die jüngste Gegenwartskunst hinein werden dabei gerne übersehen.

Die Ausstellung Der flexible Plan. Das Rokoko in der Gegenwartskunst hat das Fortleben des europäischen Großstils in der Gegenwartskunst untersucht. Das Stichwort „Plan“ erinnerte dabei an die Regelhaftigkeit des Barock, von der das Rokoko ausging, um es in der Figur der Rocaille – einer aus C- und S-Schwüngen bestehenden Pflanzen- oder Muschelform – aufzubrechen. Die Rocaille verkörpert die Flexibilität und Geschmeidigkeit dieses Stils, der in alle Bereiche der Kunst und Kultur eingedrungen ist.

Vor diesem reichen kulturellen Hintergrund entfaltete die Ausstellung Der flexible Plan. Das Rokoko in der Gegenwartskunst ein vielgestaltiges Panorama von Werken. Dabei wurde der historische Baubestand des Schlosses als Partner und spielerisches Gegenüber für die Kunstwerke verstanden.

Mit Werken von Leonor Antunes, Cornelia Badelita, Karla Black, Thierry Boutemy, Glenn Brown, Alice Channer, Edith Dekyndt, Anke Eilergerhard, Katharina Grosse, Jeppe Hein, Rachel Kneebone, Alexej Koschkarow, Lois Renner, Anri Sala, Markus Schinwald, Anj Smith und Pia Stadtbäumer

Kuratoren der Ausstellung waren Heike van den Valentyn und Stefanie Kreuzer.

Gefördert von




Abb. Homepage: Cornelia Badelita, Exerciţiu #2, 2015, Öl auf Leinwand, 90 x 60 cm (Detail), Courtesy of Alberto Peola Arte Contemporanea