Liebes Ding ÔÇô Object Love

Furniture Bondage (Hanna)
Melanie Bonajo
Furniture Bondage (Hanna)
2007
C-print
149 x 120 cm
Courtesy die K├╝nstlerin und Galerie Akinci; ┬ę Melanie Bonajo
Von jedem Eins
Karsten Bott
Von jedem Eins
2011
Installationsansicht Kunsthalle Mainz
Mixed Media
Ma├če variabel
Courtesy der K├╝nstler; ┬ę VG Bild-Kunst, Bonn 2019

ABA
Min OH
ABA
2016
HD Video
12:24 Min.
Courtesy die K├╝nstlerin; ┬ę Min Oh
26. Januar 2020 - 26. April 2020

Die Ausstellung ÔÇ×Liebes DingÔÇť befragt das innige Verh├Ąltnis zwischen Mensch und Dingen. Warum streben wir nach Dingen? Wie gehen wir mit Dingen um? Was bedeuten sie f├╝r uns? Und was sind die Konsequenzen unserer Liebe zu den Dingen?


Mit der Entwicklung neuer Technologien und dem Aufstieg der Konsumgesellschaft explodierte die Anzahl der Dinge. Jeder von uns besitzt heute im Durchschnitt 10.000 Dinge! Dinge sind ├╝berall. Sie dienen uns als Werkzeuge. Sie fungieren als Erweiterungen unseres K├Ârpers. Wir binden uns sowohl physisch als auch emotional eng an Dinge. Wir ber├╝hren sie, sie unterst├╝tzen und schmeicheln uns, wir sch├Ątzen und verehren, lieben und hassen sie.


Wir leben in einer vom Menschen gemachten Welt
. Aber mit diesem Streben nach immer mehr beuten wir die Erde aus, ben├Âtigen immer mehr Ressourcen und produzieren Berge und schwimmende Inseln von Abfall. Was wir konsumieren, ist zu einem bestimmenden Aspekt des modernen Lebens geworden. Wir geraten in neue Abh├Ąngigkeiten und definieren uns vorrangig ├╝ber unseren Besitz, weshalb Frank Trentmann seiner faszinierenden Geschichte des Konsums den Titel ÔÇ×Herrschaft der DingeÔÇť (2018) gab.


Die Dinge sind komplex geworden, unz├Ąhlig und unendlich diversifiziert. Anfangs haben wir sie hergestellt, um zu ├╝berleben und aus unserem Leben ein besseres zu machen. Mittlerweile sind auch die Dinge smart, sie drohen uns fr├╝her oder sp├Ąter mit ihrer k├╝nstlichen Intelligenz zu ├╝berfl├╝geln. Die Beziehungen von Mensch und Ding wandeln sich.


Die beteiligten K├╝nstler*innen setzen sich aus ihrer Perspektive mit diesen aktuellen und brisanten Entwicklungen auseinander. In Fotografien und Videos zeigen sie die Verstrickungen von Menschen und Dingen, lassen Menschen ebenso zu Wort kommen wie die Dinge selbst, die ihre Geschichten erz├Ąhlen. Mit einem mehr oder weniger kritischen Unterton transformieren sie Objekte und f├╝gen sie zu Assemblagen und Installationen.


Mit Arbeiten u.a. von Kathrin Ah├Ąuser, Melanie Bonajo, Karsten Bott, Machiel Braaksma, Danielle Dean, Vika Mitrichenko, Olaf Mooij, Erwin Olaf, Min Oh, Barbara Probst, Maria Roosen, Maarten Van den Eynde und Erwin Wurm.

Begleitend zur Ausstellung entsteht ein Katalog mit mehreren Essays, welche dieses uns alle ber├╝hrende Thema ├╝ber die Ausstellung hinaus vertiefen.

Kuratoren der Ausstellung sind Fritz Emslander und Anne Berk, die das Konzept zu "Object Love" urspr├╝nglich entwickelt hat.

Gef├Ârdert durch die

 


Abb. Hompage: Kathrin Ah├Ąuser, Valentino und Valentina, Filmstill, aus der Serie Du liebes Ding!, seit 2012