Peter Radelfinger
Aah … Aha !

Kissen & Falten (seit 2000)
Peter Radelfinger
Kissen & Falten (seit 2000)
2009
Plotter-Installation
Ausstellungsansicht
Kunstmuseum Bern
Aah … Aha ! 085 aus der Serie Aah … Aha !
Peter Radelfinger
Aah … Aha ! 085 aus der Serie Aah … Aha !
digital bearbeitete Zeichnung
Maße variabel
Courtesy Galerie Basta B√ľro, Uwe Mokry / Hamburg
In der Backstube des Denkens
Peter Radelfinger
In der Backstube des Denkens
2017
Foto: Atelier Peter Radelfinger
07. Oktober 2016 - 23. April 2017

√úber 1.600 Zeichnungen umfasst die Serie Kissen und Falten (seit 2000). Jeden Morgen, gleich nach dem Aufstehen, zeichnet Peter Radelfinger sein Kopfkissen ‚Äď Portr√§ts eines Abwesenden. Alle Kissenzeichnungen werden nach und nach an einen Plotter im Ausstellungsraum geschickt und ausgedruckt. Sie werden Teil einer Aktion und einer Raum greifenden Installation: Die zweidimensionalen Bl√§tter erzeugen einen dreidimensionalen Faltenberg, eine ihrerseits vielfach in sich gefaltete Papierlandschaft.

Die Ausstellung, in enger Zusammenarbeit mit dem K√ľnstler entwickelt, pr√§sentiert drei gro√üe Werkgruppen, die seit dem Jahr 2000 entstehen und noch st√§ndig erweitert werden: die in eine Installation √ľberf√ľhrte Zeichnungsserie Kissen und Falten, die teils animierten Witzzeichnungen Joke / Jokeanima und die j√ľngste Serie digital bearbeiteter und animierter Filzstiftzeichnungen, deren Name zugleich den Titel der Ausstellung gibt. Der zwischen Aah und Aha!, vom kindlichen Staunen zum Aha-Effekt der Erkenntnis vollzogene Weg steht in der ganzen Ausstellung f√ľr einen Prozess des Denkens in und mit Bildern.

Mit kurzen Animationen haucht Peter Radelfinger den Zeichnungen seiner Serie Joke Leben ein. Er nennt die auf basierende Serie: Die statischen Bilder seiner Witzzeichnungen werden in Trickfilmsequenzen bewegt (Jokeanima, seit 2005). Das lenkt die Wahrnehmung auf Ver√§nderungen, kleine Eingriffe, aus denen die Pointen von Radelfingers Bildwitz entstehen. Wir sehen Ohren, Nasen oder Ged√§rme, die sich gegenseitig necken; Gorillas, die furchterregend mit den Fingern zucken; Sonnenunterg√§nge, bei denen die Bewegung zweier Linien f√ľr ein meditatives, ja romantisches Seherlebnis ausreicht.

In einem Schwarm von Displays pr√§sentiert die Ausstellung die Titel gebende Werkgruppe Aah ‚Ķ Aha! (seit 2010): Um den Grundimpulsen unseres Tuns wie auch der k√ľnstlerischen Arbeit auf die Spur zu kommen, besch√§ftigt sich Radelfinger in dieser gezeichneten Recherche mit dem kindlichen Staunen (Aah), dem Weg der (Selbst)Wahrnehmung und der Erkenntnis (Aha!). Mit scharfem Blick und viel Humor reflektiert Radelfinger gesellschaftliche und politische Themen, fragt nach der Wirklichkeit der Bilder und dem Wesen der Zeichnung.

Peter Radelfinger geh√∂rt zu den interessantesten Schweizer K√ľnstlern der Gegenwart. Seit den 1980er Jahren konzentriert sich Radelfinger (1953 geboren in Bern, lebt in Z√ľrich und unterrichtet dort an der Hochschule der K√ľnste) fast ausschlie√ülich auf das Medium der Zeichnung. Seine Kunst beweist einen ausgepr√§gten Hang zur Komik. Unter Einbezug neuer Methoden und Materialien belegt sie die Aktualit√§t der Zeichnung in der heutigen medialen Vielfalt.

In der Backstube des Denkens
Lecture Performance mit Peter Radelfinger
diesen Samstag, 18. März, 15 Uhr

Peter Radelfinger kommt aus Z√ľrich, um eine seinen legend√§ren Lectures zu halten, die Vortrag, k√ľnstlerische Performance und Selbstinszenierung des K√ľnstlers mit und bei seiner Arbeit verbinden.Mit anschlie√üendem Kaffeekr√§nzchen


Mit Unterst√ľtzung von                                Gef√∂rdert durch

       

 


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Ab 25. Februar gratis im Museum, im App Store und bei Google Play
(Zur Benutzung mit dem eigenen Smartphone und Kopfhörern)


Abbildung Homepage:
Peter Radelfinger, Aah...Aha! N¬į 196 aus der Serie Aah...Aha! (seit 2010), digital bearbeitete Zeichnung, 21 x 29,7 cm; Courtesy Galerie Basta B√ľro, Uwe Mokry / Hamburg