Jana Gunstheimer. Image in Meditation

Thank God it‚Äės Abstract
Jana Gunstheimer
Thank God it‚Äės Abstract
2013
Grafit auf Papier, Holz, Karton, Kabel, 79 x 108 cm
Courtesy die K√ľnstlerin, Galerie Conrads, D√ľsseldorf, Kromus + Zink, Berlin, R√∂merapotheke, Z√ľrich
© Jana Gunstheimer und VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Methods of Destruction / Ivan the Terrible and his Son Ivan
Jana Gunstheimer
Methods of Destruction / Ivan the Terrible and his Son Ivan
2011
Grafit auf Papier, Bleisatz, 146 √ó 177 cm
Courtesy die K√ľnstlerin, Galerie Conrads, D√ľsseldorf, Kromus + Zink, Berlin, R√∂merapotheke, Z√ľrich ¬© Jana Gunstheimer und VG Bild-Kunst, Bonn 2015

Image, Twice as Ashamed
Jana Gunstheimer
Image, Twice as Ashamed
2015
Grafit auf Papier, 140 x 120 cm
Courtesy die K√ľnstlerin, Galerie Conrads, D√ľsseldorf, Kromus + Zink, Berlin, R√∂merapotheke, Z√ľrich ¬© Jana Gunstheimer und VG Bild-Kunst, Bonn 2015

08. November 2015 - 28. Februar 2016

Jana Gunstheimer versetzt uns in ein Geb√§ude, das in der Ausstellung und im Katalogbuch je unterschiedliche Aggregatzust√§nde annimmt. Anhand von Texten und Grundrissen entsteht im K√ľnstlerbuch der Eindruck, der vorgestellte, nach au√üen verschlossene Bau w√§re eine Art ‚ÄěArche Noah f√ľr Dinge‚Äú, ein Archiv oder das Haus eines Sammlers. In der Ausstellung schien die reale Museumsarchitektur √ľberlagert zu werden von diesem imagin√§ren Bau, dessen rot markiertes Raumgef√ľge sich dreidimensional in die vertrauten Ausstellungsr√§ume der Grafiketage von Museum Morsbroich hineinschob.

Jana Gunstheimer (1974 geboren in Zwickau, lebt und arbeitet in Jena) treibt ein virtuoses Spiel mit realen und erfundenen R√§umen. In Zeichnungsserien und zeichnerischen Installationen verschr√§nkt sie die ‚ÄěM√∂glichkeitsr√§ume‚Äú einzelner Bilder miteinander und verdichtet sie zu tr√ľgerischen Parallelwelten. Die Ausstellung pr√§sentierte Werke der letzten f√ľnf Jahre, als ob sie in dieses Geb√§ude eingezogen w√§ren. Der Gang durch den in die Grafiketage eingezogenen Bau gew√§hrte dem Besucher zugleich auch Innenansichten der K√ľnstlerin bei der Arbeit. Das Geb√§ude war somit als indirektes Portr√§t der K√ľnstlerin zu lesen.

Ein zentraler Bereich des Geb√§udes schafft dem Nachdenken der Bilder √ľber sich selbst Raum: Image in Meditation. Da gibt es Bilder, die nach dem Sinn des Lebens suchen, schlaflose Bilder, schwergewichtige und solche, die unter schwindender Motivation angefertigt wurden.

Die T√ľren eines Schranks w√ľrden in einen dahinter verborgenen Raum f√ľhren, doch dieser ist randvoll mit unverwirklichten Entw√ľrfen und daher nicht mehr begehbar. In einigen R√§umen ist Platz f√ľr die Arbeit an noch nicht entwickelten Bildern; ein Darkroom gleicht einem Labor zur Erschaffung neuer Welten. Gerne h√§tte man nachgesehen, ob nicht doch etwas Brauchbares in der k√ľnstlerischer Produktion einer ganzen Woche war, die Jana Gunstheimer ‚Äď sch√§rfste Kritikerin ihrer selbst ‚Äď kurzerhand verworfen und als M√ľll aufgespie√üt hat.

Zur Ausstellung ist ein Katalog- und K√ľnstlerbuch
im Verlag f√ľr moderne Kunst erschienen, mit Essays von Fritz Emslander und Falk Haberkorn sowie einem Nachwort von Markus Heinzelmann (zweisprachig dt./engl., 456 Seiten, 17 x 13 cm; ca. 110 Abb., zahlreiche Grafiken; 29 ‚ā¨ an der Museumskasse, 32 ‚ā¨ im Buchhandel).

Kurator der Ausstellung war Fritz Emslander, Leiter der Grafischen Sammlung.

Die Eröffnung der Ausstellung fand am Sonntag, den 8. November 2015, um 14 Uhr im Jagdzimmer von Museum Morsbroich statt.

Im Anschluss an die Er√∂ffnung, um 15.30 Uhr, f√ľhrte die K√ľnstlerin im Rahmen des Programms zum Wochenende der Graphik 2015 durch das von ihr in die Grafiketage eingezogene Geb√§ude.

Mit freundlicher Unterst√ľtzung
Informationsverarbeitung Leverkusen GmbH
 

D&K Dubach Keller Stiftung (Z√ľrich)



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